Christopher Handke überzeugt beim Drittligisten 1. FC Magdeburg seit Monaten durch konstant gute Leistungen.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Am Sonnabend (14 Uhr) zu Hause gegen den FSV Zwickau will er mit dem Club eine Reaktion zeigen.

Das 0:1 beim FC Hansa Rostock beschäftigte Handke noch einige Tage. „Es hat ein bisschen gedauert“, sagt er. Erst am Dienstag konnte er das Hansa-Spiel richtig abschütteln. „Es war eine Mischung aus Enttäuschung und Frust. Außerdem war ich sauer. Es war von allem etwas.“

FCM muss Reaktion zeigen

Am Montag ließ der 29-Jährige alles noch mal Revue passieren und stellte fest, dass die Partie Nerven gekostet hatte. „Wir haben auch viele Blessuren davongetragen. Wir hatten die Chancen und hätten einen Punkt verdient gehabt“, so Handke. „Im Fußball zählt aber nicht das Wenn, sondern nur das Ergebnis.“ Der Defensivspieler stellt klar, dass die Mannschaft mit der Niederlage jetzt umgehen und schnell wieder in die Erfolgsspur finden muss. „Wir sind mit verlorenen Partien immer gut umgegangen und haben in dem nächsten Spiel danach dann eine Reaktion gezeigt. Ich hoffe, dass dies auch am Wochenende der Fall ist“, sagt er.

Mit Zwickau empfängt der FCM am Sonnabend einen unangenehmen Gegner. „Wir wissen, was uns erwartet, und haben in den vergangenen Jahren nie besonders gut gegen sie ausgesehen“, betont der Spieler mit der Rückennummer 3. „Es wird ein Kampfspiel und ganz anders als in Rostock. Der FSV spielt so ähnlich wie wir in den letzten Jahren – mit viel Kampf und langen Bällen.“

Konstante Leistungen

In einer solchen Partie sind Spieler wie Handke ganz besonders gefordert. Der Verteidiger besticht in dieser Saison durch konstante Zweikampfstärke und ist deshalb auch unumstrittener Stammspieler. Egal ob in der Dreier- oder Viererkette, ob neben Richard Weil, Felix Schiller oder Steffen Schäfer – Handke war fast immer dabei. In dieser Spielzeit kommt er bisher auf 24 Einsätze und erzielte dabei zwei Tore. Im Januar verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis Ende Juni 2019. „Ich bin etwas gelassener geworden“, versucht der Einwurfspezialist seine konstante Form zu erklären. „Ich bin trotzdem immer selbstkritisch, nehme Kritik an und versuche, mich zu verbessern. Ich bin stolz darauf, dass ich wieder eine solche Konstanz in meine Leistung gebracht habe. Außerdem war ich drei Jahre nicht schwerer verletzt.“

Auf welcher Position er aufläuft, ist für ihn dabei zweitrangig. „Mir ist es eigentlich egal, ob ich im 4-2-3-1 in der Viererkette oder im 3-4-3 in der Dreierkette spiele. Ich fühle mich in beiden System wohl, solange ich spiele“, sagt er. „Wir haben ja auch immer wieder das System im Verlauf einer Partie umgestellt. Damit haben wir kein Problem.“

Elfmeterentscheidungen gegen Handke

Ärgerlich waren für Handke, der seit 2013 beim FCM ist, in den vergangenen Wochen die Elfmeterentscheidungen zu seinen Ungunsten. In Würzburg pfiff der Schiedsrichter einen Strafstoß gegen ihn, in Bremen spielte er sichtbar den Ball, trotzdem gab es wieder Elfmeter. „Gegen Münster hätte ich aber einen bekommen müssen“, betont er. „Manchmal gehört auch etwas Glück dazu.“

Wie Trainer Jens Härtel und Geschäftsführer Mario Kallnik setzt auch Handke auf die Taktik, von Spiel zu Spiel zu denken, sagt aber auch: „Es ist wichtig, dass wir mit einem Sieg in die englische Woche starten. Bei einer Niederlage wären wir am Dienstag in Paderborn noch mal mehr unter Druck.“ Vielleicht heißt einer der Torschützen dann auch wieder Handke. „Ich habe mir in den vergangenen Jahren Zeit gelassen und mit Treffern gegeizt. Jetzt bin ich froh, dass es zuletzt gut geklappt hat. Ich weiß wieder, wo das Tor steht.“

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