Ärger bei Brunst über „krassen Fehler“

Alexander Brunst, Torhüter des 1. FC Magdeburg, hadert nach der Partie mit seiner Leistung.

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Magdeburg l Alexander Brunst hätte das Stadion am Sonntag am liebsten so schnell wie möglich verlassen, das Spiel gegen Jahn Regensburg vergessen. Doch ein Doping-Test machte dem FCM-Torhüter einen Strich durch die Rechnung. So wurde der Nachmittag für Brunst immer länger. Als einer der Letzten verließ er schlussendlich die Kabine – und haderte immer noch mit seiner Rolle im Spiel.

Dem Regensburger Führungstreffer (3. Minute) war sein Patzer vorausgegangen. Ein Patzer, der an eine Slapstick-Einlage erinnerte. Nach einem Rückpass wollte Brunst den Ball wegschlagen, schoss aber den anlaufenden Marco Grüttner an. Der Ball hoppelte ins Tor. „Das war ein krasser Fehler, der mir so nicht passieren darf“, zeigte sich Brunst selbstkritisch. „Der Ball springt ein bisschen blöd auf und rutscht mir dadurch komplett über den Fuß. Und geht dem Gegenspieler natürlich genau so gegen das Bein, dass er ins Tor geht. Wenn wir da unten nicht drinstehen würden, wäre er vielleicht vorbeigegangen.“

Platz in schlechtem Zustand

Herausforderungen, wie den Zustand des Spielfelds oder auch die Sonne, die Brunst zu diesem Zeitpunkt direkt ins Gesicht schien, ließ er gar nicht erst als Ausreden zu. „Der Platz war in keinem guten Zustand. Aber Regensburg hatte dieselben Probleme“, meinte der Torwart.

Etwas aufatmen konnte er zwar schon eine Minute später, als Christian Beck den Ausgleich erzielte. „Die Mannschaft hat meinen Fehler ausgebügelt, indem wir im Gegenzug direkt das 1:1 gemacht haben“, bilanzierte auch Brunst, „dann war es eigentlich auch vergessen.“

Doch nach dem Spielverlauf war das auch nur ein schwacher Trost. „Wir hatten die Chancen auf einen Sieg und werden dann bitter bestraft. Bekommen ein Standard-Gegentor und einen Konter. Es ist schwer, da jetzt Worte zu finden“, sagte Brunst. Denn schon wieder stehe der Club mit leeren Händen da.

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