Volksstimme vom 30.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
FCM will Euphorie hochhalten

Club gegen Werder Bremen II / Handke: „Stimmung im Team hervorragend“

Beim FCM hält dank der Vertragsverlängerung von Christian Beck, des Derbysiegs in Halle und drei vielversprechender Neuverpflichtungen die Euphorie unvermindert an. Nun soll im Drittliga-Aufsteigerduell gegen Werder Bremen II (heute 14 Uhr, MDCC-Arena) der erste Heimsieg 2016 her.

Magdeburg l Beim Club scheinen momentan die positiven Meldungen nicht abzureißen. Zuletzt eiste Sportchef Mario Kallnik Verteidiger Nico Hammann vom SV Sandhausen los, vermittelte Kallnik-Assistent Maik Franz die Ausleihe des erstligaerfahrenen David Kinsombi vom Karlsruher SC. Dritter im Bunde der Neuen ist Sebastian Ernst von Hannover 96.

Das wirkt sich auch auf die Mannschaft aus. „Die Stimmung ist derzeit hervorragend“, bestätigte Innenverteidiger Christopher Handke, „denn nach der Winterpause wusste keiner so richtig, wo wir stehen und gewinnen dann beim HFC.“

Nun will der Club daran anknüpfen und auch Werder Bremen II schlagen. „Eine technisch versierte Mannschaft, aber wir spielen zu Hause, haben die Fans im Rücken und wollen uns mit entsprechender Zweikampfstärke durchsetzen“, betonte Handke, der sich wie alle anderen über die Rückkehr von Hammann gefreut hat: „Schön, dass er wieder da ist. Und was David anbetrifft, kann ich nur sagen: Ein total sympathischer Typ, der richtig gut ausgebildet ist und sich schnell an uns gewöhnen wird.“

Dass der Kampf um die Stammplätze in der Innenverteidigung dadurch noch härter geworden ist, sieht Handke indes ganz pragmatisch: „Es ist doch völlig normal, dass ein Verein reagieren muss, wenn es auf einer Position eng wird. Wie heißt es doch so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft, und ein bisschen Reibung ist auch immer gut für den Trainer, weil alle Gas geben müssen.“

Der 26-Jährige geht also mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ins neue Jahr. Das kann er auch, denn mittlerweile gehört der gebürtige Bad Frankenhausener nach schwierigen Phasen beim FCM (seit 2013) mit Verletzungen und Reservistenrolle zu den Leistungsträgern.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings noch seine Frisur, denn er trägt jetzt Glatze. Die Ursache: Ein „Flitz“, wie er es selber nennt, im Winter-Trainingslager in Spanien, als er sich zu einer Wette überreden ließ und die prompt verlor. „Aber ich bin mit meinem Aussehen ganz zufrieden“, schmunzelte der 1,91-m-Hüne, der nun noch mehr auf seine zahlreichen Basecaps („Ich hab davon bestimmt zwölf bis 15 Stück“) setzt und diese dabei stets verkehrtherum trägt: „Darauf kann ich jetzt gar nicht mehr verzichten, weil es sonst im Winter zu kalt wird.“

Die Gefahr, dass die Elbestädter angesichts des Höhenfluges – jahresübergreifend drei Siege in Folge – überdrehen könnten, sieht der Innenverteidiger indes nicht: „Bei zu viel Euphorie holt uns der Trainer ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.“

Und wie sieht es hinsichtlich einer Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrages aus? „Es gab erste Gespräche, aber mehr lässt sich dazu im Moment nicht sagen.“

Volksstimme vom 29.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
FCM für Heimdebüt 2016 gerüstet

Gegen Werder II schon 13 500 Karten verkauft / Transfers beendet

Heimspiel-Debüt 2016 für den FCM: Dabei will der Drittliga-Neuling gegen Werder Bremen II (Sonnabend, 14 Uhr, MDCC-Arena) an das jüngste 2:1 im Derby in Halle anknüpfen und seinen vierten Sieg in Serie feiern.

Magdeburg l „Es wird eine schwierige Aufgabe. Bremen hat für eine U 23 einen typischen Saisonverlauf hingelegt, hat sich, nachdem es zwischenzeitlich nicht lief, fortlaufend stabilisiert und seit nunmehr fünf Spielen nicht mehr verloren“, warnte FCM-Trainer Jens Härtel bei der Pressekonferenz am Donnerstag in der MDCC-Arena.

Gleichwohl ist der Coach zuversichtlich: „Wir können bis auf die Langzeit-Verletzten aus dem Vollen schöpfen und sind mit unseren drei Neuverpflichtungen, die wir getätigt haben, guter Dinge.“ Damit, so der 46-Jährige, seien aber auch die Transfers abgeschlossen: „Wir haben das gemacht, was wir wollten und mussten, und sind jetzt komplett.“

So dürfte es vor allem in der Defensive zu einem knallharten Konkurrenzkampf kommen, nachdem sich auch Abräumer Steffen Puttkammer (Adduktoren) fit gemeldet und am Donnerstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert hatte.

Einen guten Eindruck hinterließ zudem der vom Karlsruher SC ausgeliehene Innenverteidiger David Kinsombi (siehe Extra-Story).

Laut Härtel komme es gegen den Werder-Nachwuchs (vermutlich mit dem Ex-Magdeburger Enis Bytyqi in der Startformation) darauf an, „nicht zu übersteuern, sondern die richtige Balance zu finden“. Der oberste FCM-Übungsleiter erwartet einen Kontrahenten, der nicht tief stehen, sondern mitspielen wird.

Und der Magdeburger Chefcoach erwartet darüber hinaus natürlich wieder die nötige Unterstützung auf den Rängen. Laut Pressesprecher Norman Seidler waren bis gestern 13 500 Karten verkauft.

Am heutigen Freitag (10 – 16 Uhr, Hauptkasse West, MDCC-Arena) und am Sonnabend (ab 11 Uhr) läuft für Mitglieder und Dauerkartenbesitzer der eingeschränkte Ticketvorverkauf für die verbleibenden Heimspiele. Maximal vier Karten pro Person können erworben werden.

Volksstimme vom 29.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
Vom FCM schwer beeindruckt

David Kinsombi absolviert erstes Training und will sich etablieren

Magdeburg (ut) l Für viele Fans ist David Kinsombi noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Das möchte der 20-jährige Innenverteidiger, der jetzt von Eintracht Frankfurt zum Karlsruher SC wechselte und direkt an den FCM bis zum Saisonende ausgeliehen wurde, schnellstens ändern.

„Nach Magdeburg zu wechseln, war eine gute Option. Ich habe mir vor kurzem nachträglich das Jubiläums-Heimspiel gegen Mainz 05 (3:1/d. Red.) im Fernsehen angeschaut und war schwer beeindruckt. Es gibt sicher weltweit wenige Drittligisten, die mehr Zuschauer haben. Auch mein erster Eindruck ist ausgesprochen positiv“, so der Deutsch-Kongolese nach seiner Trainingspremiere am Donnerstag.

Und Kinsombi hat auch schon einen Kumpel gefunden – Tarek Chahed. Beide sprachen (und scherzten) viel miteinander. „Wir kannten uns vorher nicht, verstehen uns aber sehr gut“, bestätigte der in Rüdesheim geborene ehemalige U-18-Nationalspieler, der alles tun will, „viele Einsatzzeiten zu bekommen. Wenn‘s nach mir geht, kann es Sonnabend schon losgehen“.

Volksstimme vom 28.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
„Als ob ich nie weggewesen wäre“

FCM-Rückkehrer Nico Hammann happy / Verteidiger noch nicht bei 100 Prozent

Nach einem sechsmonatigen Abstecher beim SV Sandhausen ist Nico Hammann zum 1. FC Magdeburg zurückgekehrt. „Ein überragendes Gefühl“, strahlte der 27-Jährige nach seinem ersten Trainingstag am Mittwoch.

Magdeburg l Trotz des Drittliga-Aufstiegs und diverser Sympathiebekundungen hatte Hammann zur neuen Saison dem FCM den Rücken gekehrt und sich Sandhausen angeschlossen, beim Zweitligisten aber nie richtig Fuß fassen können. „Ich habe seinerzeit die Entscheidung getroffen, Magdeburg zu verlassen – auch aus privaten Gründen. Klar ist man dann enttäuscht, wenn es sportlich nicht nach Wunsch läuft und, wie man so schön sagt, im Nachhinein immer schlauer“, erklärte Hammann, der total happy ist, wieder beim Club zu sein: „Das gute Gefühl stellte sich schon am Dienstag ein, als ich nach Magdeburg reinfuhr. Es ist, als ob ich nie weggewesen wäre.“
Neue Rückennummer ist nun die „10“

Geändert hat sich allerdings seine Rückennummer. Als er ging, trug er die „2“, die nun aber durch Lukas Novy besetzt ist. Ab sofort läuft das 1,85 m große Kraftpaket mit der durch den Schlosser-Weggang frei gewordenen „10“ auf, was eher einer Regisseurrolle im Mittelfeld entspricht. „Regisseur im Geiste vielleicht“, lachte dazu der Betroffene.

Der Abschied aus seiner Heimatgegend fiel ihm auch deswegen nicht schwer, weil seine Partnerin Laura, anders als noch vor einem halben Jahr, jetzt mit nach Magdeburg kommt. Im vergangenen Sommer haben beide geheiratet, und in einigen Monaten erwarten sie Nachwuchs. In Kürze soll auch eine gemeinsame Wohnung bezogen werden. Noch gastiert der Freistoß- und Elfmeter-Spezialist im Hotel.

Sportlich hat sich Hammann vorgenommen, so schnell wie möglich einen Stammplatz zu erobern. „Ich weiß, dass die Vereinsführung gut eingekauft hat und dadurch die Qualität der Mannschaft noch besser geworden ist, aber ich traue es mir zu“, so der Rotschopf, der nach eigenen Angaben fest daran glaubt, in relativ kurzer Zeit „bei 100 Prozent zu sein. Im Moment ist das noch nicht ganz der Fall.“

Größtes Handicap könnte die fehlende Spielpraxis sein. In Sandhausen kam er lediglich zu drei Einsätzen. Das sieht auch FCM-Trainer Jens Härtel so: „Natürlich bin ich froh und glücklich, dass Nico wieder bei uns ist. Und die Tatsache, dass er hier zwei Jahre gekickt und sich wohlgefühlt hat und dadurch das Umfeld kennt, macht die Sache leichter, als wenn er woanders komplett neu eingestiegen wäre. Aber Fakt ist auch: Fitness und Selbstvertrauen holt man sich in erster Linie durch die Spiele auf dem Platz.“
„Fühle mich auf der Außenbahn am wohlsten“

Zumindest ist Hammann verletzungsfrei, kann also sofort Gas geben – und den Konkurrenzkampf in der Defensive weiter verschärfen. „Es ist bekannt, dass ich mich auf der Außenbahn am wohlsten fühle“, bekräftigte Hammann, der nach eigenen Angaben für einen Einsatz im kommenden Heimspiel gegen Werder Bremen II (Sonnabend, 14 Uhr, MDCC-Arena) bereitsteht.

Härtel ließ sich dazu wie immer nicht in die Karten schauen: „Wir warten jetzt erst einmal die nächsten Trainingseindrücke ab. Zum Anfang hat er seine Sache jedenfalls ordentlich gemacht.“

Nach den gestrigen Übungseinheiten gab es so manchen FCM-Kiebitz, der ihn schulterklopfend zu seiner Rückkehr beglückwünschte.

Die Euphorie rund um den Club mit Tabellenplatz vier hat natürlich auch Hammann verfolgt, bleibt aber wie alle anderen auf dem Teppich: „Im Moment läuft es wirklich super. Und wenn wir so weitermachen, haben wir die Chance, uns da oben festzusetzen. Aber soweit ist es noch lange nicht. Erst einmal müssen die nötigen Punkte bis zum Klassenerhalt her.“

Volksstimme vom 27.01.2016
Autor: Thomas Juschus & Uwe Tiedemann
Hammann ist zurück, Ernst tankt Kraft

FCM gelingt nach Einigung mit Sandhausen Transfercoup / Derbyheld in den Schlagzeilen

Mit dieser Personalie dürfte die Euphorie rund um den Fußball in Magdeburg noch größer werden: Der Drittligist hat Dienstagabend Nico Hammann vom SV Sandhausen zurückgeholt. Der 27-Jährige unterschrieb bis 2017, nimmt am heutigen Mittwoch erstmals am Training teil.

Magdeburg l Hammann wurde beim Zweitligisten nie glücklich, kam lediglich auf drei Einsätze, fuhr zuletzt auch nicht mit ins Trainingslager in die Türkei, sondern stand quasi mit gepackten Koffern auf dem Sprung zurück zum Club. Nun konnte ihn FCM-Sportchef Mario Kallnik nach zähen Verhandlungen mit Sandhausens Vereinsführung loseisen.

Über die Vertragsmodalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Kallnik: „Ich möchte dazu nur eines sagen: Jeder kennt unsere Philosophie. Der sind wir treu geblieben.“

Sportchef Kallnik: „Wir kennen Nicos Stärken“

Und zum Transfercoup selbst erklärte der 41-Jährige: „Nico hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die 3. Liga. Wir sind froh, ihn wieder bei uns zu haben. Auch die Mannschaft freut sich.“ Und weiter: „Er hat zwar lange nicht gespielt, deswegen werden wir ihm auch den einen oder anderen Fehler verzeihen. Aber wir kennen seine Stärken und gehen fest davon aus, dass er schnell Fuß fassen wird.“

Hammann gehörte in der Saison 2014/15 mit elf Toren und acht Vorlagen zu den Leistungsträgern beim Club, entschied sich dann jedoch für einen Wechsel nach Sandhausen – auch aus privaten Gründen. Nun aber erfolgte doch die Kehrtwende. Zumal der Kontakt nach Magdeburg nie abgerissen und der Freistoß- und Elfmeter-Spezialist Mitglied beim FCM geblieben war.

Von Sandhausener Seite hieß es laut Geschäftsführer Otmar Schork: „Nico wollte mehr Einsatzzeiten. Wir hoffen, dass er die in Magdeburg bekommt und wünschen ihm alles Gute.“

Wesentlich ruhiger ging es indes am Dienstag bei Neuzugang und Derbyheld Sebastian Ernst zu. Der 20-Jährige verbrachte den freien Dienstag bei der Familie im heimischen Neustadt, tankte Kraft für die nächsten Aufgaben. Ab heute richtet der zweifache Torschütze von Halle den Blick auf die nächste Partie am Sonnabend (14 Uhr/MDCC-Arena) gegen Werder Bremen II. „Da möchte ich der Mannschaft wieder helfen“, so Ernst.

Die Schlagzeilen nach dem 2:1-Sieg im Landesderby gehörten fast ausschließlich Sebastian Ernst. „Er kam, sah und traf“ (Altmark-Zeitung), „Toller Einstand“ (Kicker), „Ein Debütant wird zum Derbyhelden“ (Mitteldeutsche Zeitung“, „Ernst lässt Magdeburg vom Aufstieg träumen“ (Bild) oder „Härtel hält Neuzugang Ernst am Boden“ (Volksstimme) schrieben die Zeitungen am Tag nach seinem phänomenalen Einstand. „Ich kenne Ernst viele Jahre und gratuliere dem FCM zu dieser Verpflichtung“, sagte ein zerknirschter HFC-Trainer Stefan Böger nach der 1:2-Pleite.

Ernst, der in der Winterpause vom Regionalligisten Hannover 96 II zum Drittliga-Aufsteiger gewechselt war, glänzte nicht nur als Torschütze, sondern sorgte mit Übersicht, großer Beweglich- und Schnelligkeit auch für reichlich Betrieb auf der linken Seite. „Ich bin da recht flexibel, spiele da, wo mich der Trainer hinstellt“, sagte Linksfuß Ernst am Dienstag, der bei 96 eher in der Mittelfeldzentrale zum Einsatz gekommen war. „Ich wollte der Mannschaft helfen. Das ist super gelaufen“, so der 20-Jährige ganz abgeklärt.

Michel Niemeyer: „Ich kann es noch besser“

Gefeiert wurde am Sonntag nicht mehr. „Wir waren erst spät zurück, außerdem wohne ich noch im Hotel“, erklärte Ernst, der sich immerhin am Dienstag im heimischen Neustadt am Rübenberge (bei Hannover) die Glückwünsche seiner Familie abholen konnte. Gestern Abend ging es zurück nach Magdeburg, wo Ernst ab 1. Februar auch eine eigene Wohnung haben wird. „Ab Mittwoch muss er wieder Gas geben“, forderte FCM-Trainer Jens Härtel schon unmittelbar nach Abpfiff.

Weiter Gas geben will auch Michel Niemeyer, der als Verteidiger mit Ernst auf der linken Seite ein Gespann bildete und nach seiner dreimonatigen Verletzungspause Burak Altiparmak etwas überraschend aus der Startelf verdrängte. „Michel hat es in der Vorbereitung sehr gut gemacht, er hat mit die besten Laufleistungen im Kader“, begründete Härtel.

Zwar war der 20-Jährige beim Gegentor von Toni Lindenhahn nicht entschlossen genug und „wackelte“ danach einige Male, rechtfertigte aber in der zweiten Halbzeit mit einer Steigerung das Vertrauen des Trainers. Und will wie Ernst gegen Bremen möglichst gleich nachlegen. Niemeyer: „Ich weiß, dass ich es noch besser kann.“

Das Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC am Freitag, 5. Februar, wurde vom DFB aus Sicherheitsgründen von 20.30 Uhr auf 17 Uhr vorverlegt.

Volksstimme vom 26.01.2016
Autor: Thomas Juschus
FCM verzichtet auf Probespieler

Suche nach Verstärkung läuft weiter / Innenverteidiger hat Vorrang vor einer Rückholaktion

Magdeburg l Am kommenden Montag (18 Uhr) schließt die Transferliste für diesen Winter. Gut möglich, dass der Tabellenvierte 1. FC Magdeburg trotz seines erfolgreichen Starts in das Jahr 2016 mit dem 2:1-Coup im Landesderby beim Halleschen FC trotzdem nochmals tätig wird. Nach dem Ausfall von André Hai- nault (Innenband), Ryan Malone (Syndesmoseband) und Felix Schiller (Achillessehne) ist vor allem das Personal in der Innenverteidigung knapp geworden.

„Wir behalten den Markt im Auge. An Spekulationen beteiligen wir uns aber nicht“, sagte am Montag Mario Kallnik. Immerhin räumte der FCM-Sportchef ein, dass es auf der Position des Innenverteidigers derzeit eine größere Vakanz gäbe, als auf der Außenbahn, auf der schon seit einigen Wochen der beim Zweitligisten SV Sandhausen auf das Abstellgleis geratene Ex-FCM-Spieler Nico Hammann gehandelt wird. Klar ist auch: „Probespieler wird es nicht geben, dazu ist keine Zeit. Der Transfer muss sitzen“, bestätigte Kallnik.

Auf der FCM-Liste könnte Adli Lachheb (28) stehen. Der zurzeit vereinslose Tunesier, der schon in der 2. Liga spielte, hat sich zuletzt bei Hessen Kassel fitgehalten. Bei den letzten beiden Testspielen des Viertligisten fehlte Lachheb indes, weil er sich bei anderen Vereinen vorstellen wollte. „Ein Wechsel nach Magdeburg wäre natürlich traumhaft“, sagte Lachheb der Volksstimme.

Ob der von der „Bild“ ins Gespräch gebrachte Cedric Mimbala (29) ins Profil von FCM-Trainer Jens Härtel passt, bleibt abzuwarten. Bei Drittliga-Rivale Energie Cottbus wurde der Deutsch-Kongolese aufgrund von Disziplinlosigkeiten aussortiert. In der Mannschaft von Vasile Miriuta darf er nicht mehr mittrainieren, der geplante Wechsel zu Hansa Rostock platzte im letzten Moment. „Ich bin fit, alles andere macht mein Manager“, sagte Mimbala am Montag der Volksstimme.

Volksstimme vom 25.01.2016
Autor: Thomas Juschus
FCM genießt Sieg beim Erzrivalen

2:1-Erfolg beim Halleschen FC / Ernst mit Doppelpack

Der 1. FC Magdeburg ist glänzend in die zweite Saisonhälfte gestartet. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel siegte am Sonntag beim Halleschen FC verdient mit 2:1 (1:1). Matchwinner war Neuzugang Sebastian Ernst mit zwei Toren.

Halle l Einstand nach Maß – für den FCM und Sebastian Ernst. Der Neuzugang glänzte mit zwei Treffern beim Debüt (siehe Extra-Story), der Aufsteiger machte nach der Winterpause sofort dort weiter, wo er vor Weihnachten aufgehört hatte: Mit einem Sieg, dazu auswärts, in einem der wichtigsten Spiele des Jahres. „Das genießen wir jetzt. Es war wichtig, hier gut zu starten“, freute sich Trainer Jens Härtel nach dem 2:1 (1:1)-Sieg, mit dem seine Mannschaft mit 35 Punkten den vierten Tabellenplatz festigte.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt erwischten einen Traumstart. Sebastian Ernst brachte den FCM bereits nach fünf Minuten in Führung. Nach einem zu kurz abgewehrten Einwurf von Christopher Handke brachte Niklas Brandt den Ball zurück in den Strafraum und Ernst netzte eiskalt ein. Es dauerte dann 15 Minuten, bis der HFC den Schock verdaute und das Spiel nach und nach an sich riss. Toni Lindenhahn sorgte in der 32. Minute für den verdienten Ausgleich, als Michel Niemeyer nicht attackierte. Bitter: Kapitän Marius Sowislo ließ sich nach einem Sturz über die Bange gerade am Ellbogen behandeln. Der FCM war deshalb kurz ungeordnet und in Unterzahl. Kurz vor der Pause vergab Lindenhahn die mögliche Führung (42.). „Wir haben nach 15 Minuten das Spiel etwas aus der Hand gegeben. Wichtig war, dass wir mit dem 1:1 in die Pause gegangen sind“, sagte Härtel.

Nach dem Wechsel präsentierte sich der FCM vor 12 503 Zuschauern (darunter etwa 3000 FCM-Fans) im Erdgas-Sportpark wieder deutlich stabiler. Nach einer Flanke von Nils Butzen verpasste Ernst mit einem Kopfball die erneute Führung (56.). Zwölf Minuten später schlug der ehemalige Hannoveraner zum zweiten Mal zu. Nach einem verunglückten Abschlag von Torwart Fabian Bredlow kam Ernst an den Ball, fackelte nicht lange und schoss aus 14 Meter halblinker Position zum 2:1 ein. Echte Torchancen blieben in der Folge auf beiden Seiten Mangelware – so brachten Sowislo & Co. den Sieg sicher über die Runden und feierten wie im Hinspiel einen 2:1-Erfolg.

„Wir haben den Fehler vor dem 2:1 ein bisschen erzwungen. Aufgrund unserer zweiten Hälfte haben wir auch verdient gewonnen“, resümierte Härtel. Gegenüber Stefan Böger, der nach zuvor acht Heimspielen ohne Niederlage mal wieder mit dem HFC verlor, sagte: „Magdeburg hat unsere Fehler eiskalt genutzt. Wir haben den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht. Wir haben nicht verdient verloren.“ Angreifer Sören Bertram konnte die Niederlage nicht fassen: „Wir haben quasi zwei Gegentore geschossen. Es ist sehr bitter, dass es gerade heute passiert ist.“

Volksstimme vom 25.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Härtel hält Neuzugang Ernst am Boden

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ / Ex-96er glänzt bei Einstand mit zwei Toren

Halle l FCM-Sportchef Mario Kallnik freute sich eher still über den 2:1-Auswärtscoup. „Andere sollen was sagen. Nur so viel: Wir haben gut eingekauft“, wehrte Kallnik Interviewfragen mit einem Verweis auf Sebastian Ernst augenzwinkernd ab. Der 20-Jährige, in der Winterpause vom Regionalligisten Hannover 96 II zum FCM gewechselt, feierte mit zwei Toren und einer starken Leistung einen Einstand nach Maß.

„Unfassbar“, sagte Ernst, der nicht nur mit seinen Toren glänzte. „Eigentlich ist das Toreschießen nicht mein Ding. Ich habe einfach versucht, Volldampf zu gehen“, sagte Ernst bei seinem Interviewmarathon durch die Katakomben des Erdgas-Sportparks.

„Er hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“, erklärte HFC-Trainer Stefan Böger zerknirscht. FCM-Coach Jens Härtel freute sich dagegen über seinen gelungenen Schachzug, Debütant Ernst in die Startelf zu nehmen. „Wir wissen, dass er einen starken linken Fuß hat. Wir werden jetzt versuchen, im Training diese Waffe weiter scharf zu halten“, so Härtel, der bemüht war, den Matchwinner nicht in den Himmel zu heben. Härtel: „Wir werden versuchen, ihn auf dem Boden zu halten. Ein Schwalbe macht noch keinen Sommer.“

Volksstimme vom 25.01.2016
Autor: unbekannt
„Habe mich durchgebissen“

Nachgefragt

Steffen Puttkammer, wie fällt Ihr Fazit aus? Und wie geht es Ihnen – humpeln Sie?

Ich denke, wir sind gut in das Spiel gekommen. Das 1:1 war unglücklich. Nach der Pause sind wir gut zurückgekommen. Ich habe früh einen Pferdekuss im rechten Oberschenkel kassiert, habe mich dann in der Pause nicht hingesetzt und mich durchgebissen.

Volksstimme vom 23.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Am Sonntag wird es heiß

FCM startet beim HFC / Sowislo: „Im Hinspiel haben zehn Mann gereicht“

Noch liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, am Sonntag wird es aber definitiv heiß hergehen – zumindest im brisanten Drittliga-Landesderby zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg. „Ja, es wird hitzig“, weiß Kapitän Marius Sowislo.

Magdeburg l Knapp drei Wochen Vorbereitung liegen hinter beiden Vereinen, der Worte sind genug gewechselt, am Sonntag (14 Uhr, live im MDR) sprechen wieder Taten und Ergebnisse. Im mit knapp 12 500 Zuschauern mal wieder ausverkauften Erdgas-Sportpark empfängt der Tabellensiebte Hallescher FC den Tabellenvierten 1. FC Magdeburg. Und wie immer, wenn die beiden Vereine aufeinandertreffen, geht es um mehr als Punkte.

„Die Vorfreude ist bei allen zu spüren. Viele von uns haben schon Derbys gegen Halle gespielt und wissen, worum es geht. Es wird hitzig auf den Rängen und auch auf dem Platz. Da wird kein Meter verschenkt. Wir müssen für alle Widerstände gewappnet sein und die nötige Spannung aufbauen, gleichzeitig aber trotzdem ruhig bleiben“, gab FCM-Kapitän Marius Sowislo am Freitag die Marschroute für seine Mannschaft aus.

Im Hinspiel war es vor allem diese Ruhe und große Abgeklärtheit, mit der damals der Liga-Neuling dem etablierten Drittligisten aus Halle den Schneid abkaufte. Trotz frühenm Rückstands durch Osayamen Osawe (1.) und schnellem Platzverweis gegen Ahmed Waseem Razeek (17.) drehte der FCM in Unterzahl dank zweier Treffer von Christian Beck (34., 78.) die Partie und siegte mit 2:1. Vor allem dank des glänzenden Saisonstarts stand der FCM an allen 21 Spieltagen in der Tabelle vor dem HFC. Und das soll möglichst so bleiben, obwohl die Saalestädter seit dem Wechsel von Sven Köhler zu Trainer Stefan Böger ebenfalls in die Spur gefunden haben und nur noch drei Punkte hinter dem FCM liegen.

„Wir waren im Hinspiel sehr effektiv bei der Chancenverwertung. Und wenn wir als Mannschaft wieder eng zusammenstehen, können wir erneut Paroli bieten und einen offenen Schlagabtausch abliefern“, sagte Sowislo zur Marschroute und schob mit einem Augenzwinkern hinterher: „Im Hinspiel haben dazu zehn Mann gereicht.“

Trainer Jens Härtel, der ebenfalls eine „heiße Atmosphäre“ erwartet, ließ sich wie immer nicht wirklich in seine personellen und taktischen Karten schauen. Fest steht: André Hainault, Ryan Malone und Felix Schiller fehlen verletzt. Manuel Farrona-Pulido ist nach einem Infekt noch etwas geschwächt. „Wir haben nach dem Wechsel von Sven Reimann noch 18 Feldspieler und drei Torhüter. Wir haben in der Vorbereitung die Themen Athletik, Technik und Taktik abgearbeitet“, sagte Härtel, der immerhin Neuzugang Sebastian Ernst (von Hannover 96 II) eine gute Vorbereitung („Er gibt Gas.“) bescheinigte. Härtel: „Wir wissen, worum es geht, und wollen gut starten, aber abgerechnet wird am Sonntag.“

Volksstimme vom 22.01.2016
Autor: Thomas Juschus
„In dieser Woche ist noch mehr Dampf drin“

FCM-Abwehrchef Steffen Puttkammer im Interview über das Derby, Saisonziel und seine Zukunft

Magdeburg l Mit dem Spiel beim Halleschen FC (Sonntag, 14 Uhr, erdgas-Sportpark) startet der 1. FC Magdeburg in die zweite Saisonhälfte. Nach dem Ausfall mehrerer Abwehrspieler dürfte Steffen Puttkammer (27) in der Abwehr gesetzt sein. Volksstimme-Redakteur Thomas Juschus sprach mit Puttkammer über den HFC, die Perspektiven des FCM und seine Zukunft.

Steffen Puttkammer, stehen Sie beim HFC in der FCM-Startelf?

Puttkammer: Ich haue mich im Training rein und biete mich an. Letztendlich wissen wir zwei Stunden vor dem Spiel, wer aufläuft, wenn der Trainer die Namen auf einem Flipchart aufhängt. Jens Härtel versucht immer bewusst lange, die Spannung hochzuhalten.

Ist es ein Vorteil, dass es nach der kurzen Vorbereitungsphase direkt mit dem brisanten Landesderby weitergeht?

Ja, das ist gut. Die Anspannung vor dem Derby ist gleich noch etwas höher als bei einem anderen Gegner. Wir sind im Training immer mit Feuer dabei, aber gerade in dieser Woche ist noch mehr Dampf drin. Bei allen ist die Konzentration hoch, niemand kann sich zurücklehnen. Und auch im Umfeld ist zu spüren, dass sich alle auf dieses Spiel freuen.

Was ist gegen Halle für den FCM drin?

Halle hat nach dem schlechten Saisonstart einen Super-Weg gemacht. Nachdem wir in Erfurt gewonnen haben, wollen wir natürlich auch in Halle gewinnen. Wir wissen aber um die HFC-Stärken, gerade in der Offensive mit Sören Bertram und Osayamen Osawe.

Wie sind Sie mit Ihrer Saison zufrieden?

Ich hatte zu Beginn eine Verletzung, eine Knorpel-Absprengung im Sprunggelenk. Das war bitter für mich, weil ich zeigen wollte, dass ich wieder vornweggehen möchte. Ich habe dann hart gearbeitet, um top-fit wiederzukommen. Das ist mir ganz gut gelungen. Grundsätzlich war ich mit meinen Spielen zufrieden.

Wer ist Ihr Halt gewesen, als es nicht so auf dem Platz lief?

Natürlich meine Freundin Claudia und unsere Söhne Ben und Noah. Wenn man manchmal hört, was in einem Kinderkopf los ist, kann einen das sehr schnell vom Fußball ablenken.

Was haben Sie sich persönlich für die zweite Saisonhälfte vorgenommen?

Ich möchte mir meinen Platz fest erobern. Ich will vorangehen, auch verbal, Kommandos geben, damit wir hinten eine gute Gesamtordnung haben und die Null steht. Das ist natürlich das erste Ziel. Vielleicht kann ich auch den jungen Spielern etwas Halt geben. Und ich würde gerne auch mal wieder vorne selber zuschlagen …

Sie haben zu Beginn Ihrer Zeit beim FCM als Mittelfeldspieler begonnen, sich inzwischen in der Abwehr etabliert, oder?

Wir sind gut auf der Sechs besetzt, zur Not könnte ich da auch spielen. Ich fühle mich aber schon am wohlsten in der zentralen Position in der Dreierkette oder als Innenverteidiger. Ich glaube, da bringe ich meine Stärken am besten zur Geltung.

Was ist für die Mannschaft drin? Der FCM geht als Vierter in die Rückrunde. Träumen Sie schon von der 2. Liga?

Nein, ich habe mir in der Winterpause auch nicht die ganze Zeit die Tabelle angesehen. Der vierte Platz ist eine schöne Momentaufnahme, vor allem für unsere Fans. Wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen aber auch, dass wir Qualität in der Mannschaft haben, wenn wir zusammen 100 Prozent abrufen. Wir wollen schnellstmöglich die fehlenden elf Punkte zum Saisonziel Klassenerhalt holen. Dann können wir uns neue Ziele setzen.

Wie soll Ihr sportlicher Weg weitergehen?

Ich habe noch eineinhalb Jahre Vertrag. Privat fühlen sich meine Familie und ich uns total wohl in Magdeburg. Ich habe hier vom ersten Tag an gemerkt, wie die Menschen den Verein lieben. Der FCM steht bei vielen über allem. Das Feuer richtig zum Lodern haben wir natürlich mit unserem Aufstieg geschafft. Mal sehen, wie sich das hier entwickelt.

Volksstimme vom 21.01.2016
Autor: Thomas Juschus
FCM und HFC im Faktencheck

Nach nur drei Wochen Vorbereitung steht das Landesderby an

Mit dem Landesderby zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg startet am Sonntag (14 Uhr, erdgas-Sportpark) die zweite Saisonhälfte in der 3. Liga. Hinter beiden Vereinen liegt eine sehr kurze Vorbereitung. Wie diese verlief, sagt der Volksstimme-Faktencheck.

⦁ Die Vorbereitung: Beim FCM läuft seit dem 4. Januar der Countdown. Bis zum ersten Punktspiel hatte Cheftrainer Jens Härtel nur 20 Tage. „Kurz und knackig“ war das Programm, zu dem mit dem Kroschke-Cup ein Hallenturnier gehörte. Acht Tage trainierte die Mannschaft unter frühlingshaften Bedingungen im spanischen Andalusien. HFC-Trainer Stefan Böger begann zwei Tage früher. Nach den Hallenturnieren in Chemnitz und Halle reiste die Mannschaft wie 2015 für acht Tage ins türkische Belek.

⦁ Die Testspiele: Der FCM spielte zweimal in der Vorbereitung. Einem 8:1 (5:0) gegen den spanischen Fünftligisten Novo Chiclana folgte ein 3:1 (0:1)-Sieg in der MDCC-Arena gegen den Regionalligisten SV Babelsberg. Geplante Spiele gegen RW Erfurt und FSV Luckenwalde kamen aufgrund des Wintereinbruchs nicht zustande. Der HFC beendete sein Trainingslager mit einem Testspiel gegen den rumänischen Erstligisten CS Universitatea Craiova mit einer 1:2 (0:2)-Niederlage. Zuvor gab es in Side einen 3:1 (1:0)-Erfolg gegen Holstein Kiel. Vor der Abreise in die Türkei schlug der HFC die U 23 von Hertha BSC Berlin mit 6:2 (1:0).

⦁ Die Wechsel: Der FCM verpflichtete in der Winterpause mit Sebastian Ernst vom Nord-Regionalligisten Hannover 96 II einen Spieler nach (Vertrag bis 2017). Der HFC geht nahezu unverändert in die zweite Saisonhälfte, lediglich Reservist Robin Urban (ein Spiel in der Hinrunde) hat den Verein verlassen. Der 21-jährige Manndecker (Vertrag bis 2017) wird bis zum Juni an Jahn Regensburg verliehen.

⦁ Die Ausfälle: FCM-Trainer Jens Härtel hat derzeit 22 Spieler zur Verfügung. Weiter im Aufbautraining befindet sich Felix Schiller. André Hainault verletzte sich im Trainingslager und fällt ebenfalls mehrere Wochen aus wie Ryan Malone, den es am Knöchel erwischt hat (siehe Extra-Text). Böger hat derzeit ebenfalls 22 Spieler im Kader. Langzeitverletzte sind Timo Furuholm, Florian Brügmann und Patrick Mouaya.

⦁ Die Ausgangssituation: Aufsteiger FCM steht nach 21 Spielen mit 32 Punkten auf einem hervorragenden vierten Platz. Vor der kurzen Winterpause gelang in Erfurt endlich der sehnlichst erwartete erste Auswärtssieg. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft ohne Niederlage. Nach schwachem Saisonstart (drei Niederlagen in Folge) hat sich der HFC nach dem Wechsel von Trainer Sven Köhler zu Stefan Böger gefangen und liegt mit 29 Zählern auf Platz sieben. Die Saalestädter sind seit fünf Spielen unbesiegt.

⦁ Das sagen die Trainer: „Wir freuen uns auf das Spiel. Die Anspannung ist bei allen Spielern da“, sagt FCM-Cheftrainer Jens Härtel. Pendant Stefan Böger, der den HFC von Rang 19 auf Platz 7 führte, sagte: „Wir wissen, wo wir herkommen. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir weiterhin unsere Hausaufgaben machen und uns vom Tabellenende fernhalten.

Volksstimme vom 21.01.2016
Autor: Thomas Juschus
US-Boy fällt erneut für Wochen aus

Malone am Knöchel verletzt / Farrona-Pulido erkrankt

Magdeburg l Nächste Hiobsbotschaft für den 1. FC Magdeburg – und wieder hat es einen Abwehrspieler getroffen: Nach Felix Schiller (Achillessehnenriss) und André Hainault (Innenband Knie) hat es erneut Ryan Malone erwischt. Der US-Boy hat sich im Training einen Syndesmosebandanriss am rechten Knöchel zugezogen. Malone hatte sich gerade erst von einer Innenbandverletzung am Knie nach sechswöchiger Pause zurückgemeldet. „Die Situation ist natürlich für mich sehr unglücklich. Aber ich arbeite bereits daran, wieder gesund und fit zu werden“, sagte Malone am Mittwoch.

„Es sieht nach einer längeren Pause aus. Das ist jetzt schon eine schwierige Situation für uns. Andererseits haben wir noch drei gesunde Innenverteidiger“, sagte Trainer Jens Härtel mit Verweis auf Christopher Handke, Steffen Puttkammer und Silvio Bankert. Vor dem Auftakt zur zweiten Saisonhälfte beim HFC will der Verein auf keinen Fall auf dem Transfermarkt reagieren – damit dürfte der Wechsel von Nico Hammann vom SV Sandhausen zurück nach Magdeburg weiter auf Eis liegen. „Wir warten das Spiel ab, danach sind wir schlauer“, so Härtel.

Sorgen macht auch Manuel Farrona-Pulido. Der Dribbelkünstler meldete sich mit einem Infekt krank. Ob er es bis Sonntag zurück in den Kader schafft, ist ebenfalls fraglich. Entwarnung gibt es immerhin von Nicolas Hebisch. Der Stürmer ist nach seiner Bauchmuskelzerrung wieder voll belastbar.

Volksstimme vom 20.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Brandt hat Herzklopfen vor Derby

Im Sommer will sich FCM-Spieler Chip entfernen lassen / Sonntag nach Halle

Spiele gegen den Halleschen FC sind für alle FCM-Akteure immer etwas Besonderes. Vor dem Drittliga-Punktspielstart am Sonntag geht beim ehemaligen HFC-Akteur Niklas Brandt der Herzschlag besonders hoch. Sorgen macht das dem FCM-Mittelfeldspieler nicht mehr.

Magdeburg l Niklas Brandt hat schon für beide sachsen-anhaltinische Traditionsvereine in der 3. Liga gespielt. Am Sonntag (14 Uhr, erdgas-Sportpark, live im MDR) kehrt der defensive Mittelfeldspieler mit dem FCM an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück, bei der er bis Sommer 2014 spielte. „Ein Derby ist immer etwas Besonderes, gerade in Halle. Ich kenne aus meiner Zeit noch einige Mitspieler, wie Timo Furuholm, Björn Ziegenbein und Toni Lindenhahn. Auch meine Familie wird im Stadion sein“, berichtet Brandt mit leicht aufgeregtem Herzschlag.

Das Herz hatte Brandt zu Saisonbeginn einen Streich gespielt, arbeitete nicht, wie es sollte. Im Herzzentrum Leipzig wurde eine gutartige Rhythmusstörung (AV-Knoten-Reentrytachykardie) diagnostiziert. Der 24-Jährige wurde im Juli erfolgreich operiert und trägt seit dieser Zeit ein winziges modernes telemedizinisches EKG-System unter seiner Haut. „Mir geht es wieder richtig gut, ich habe keine Probleme mehr seit der Operation“, sagte Brandt, der ausgerechnet gegen den HFC sein Drittliga-Debüt für den FCM feierte und vier Minuten nach seiner Einwechselung den 2:1-Siegtreffer von Christian Beck einleitete.

Beim Rückspiel am Sonntag – der Siebte der Tabelle empfängt den Vierten – würde Brandt natürlich gerne wieder dabeisein, am besten von Beginn an. „Ich bin guter Dinge, ich habe im Training richtig Gas gegeben – es kann wieder losgehen“, sagte Brandt am Dienstag vor der zweiten Trainingseinheit auf dem überfrorenen Kunstrasenplatz neben der MDCC-Arena. Dass die Vorbereitung „kurz und knackig“ ausfiel und nur zwei Testspiele bereithielt, sei kein Problem.

Nach der starken Hinrunde des Aufsteigers mit 32 Punkten, zu denen Brandt zwei Tore gegen den Chemnitzer FC und Rot-Weiß Erfurt beisteuerte, will die Mannschaft von Trainer Jens Härtel am Sonntag möglichst mit einem Erfolgserlebnis der Euphoriewelle neuen Schwung verleihen. „Klar, wir hoffen, dass wir das Spiel in Halle positiv gestalten können, schließlich wollen wir so schnell wie möglich 42, 43 Punkte auf dem Konto haben. Da würde ein Erfolgserlebnis natürlich helfen“, so Brandt. Nach dem Klassenerhalt mit Magdeburg will sich Niklas Brandt dann im Sommer auch den kleinen Chip aus der Brust entfernen lassen – auch ohne Hilfe schlägt sein Herz längst im Takt für den FCM.

Vielen Dank für das Gespräch

Volksstimme vom 19.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Beck bleibt bis 2018

Torjäger verlängert beim FCM / Keine Ausstiegsklausel für den Winter

Nach der mündlichen Zusage ist jetzt auch Tinte unter einem neuen Vertrag. Stürmer Christian Beck hat am Montag beim Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg seinen Kontrakt vorzeitig bis zum 30. Juni 2018 verlängert.

Magdeburg l Das ging jetzt aber schnell: Nach den Verhandlungen über eine weitere Zusammenarbeit im Trainingslager in Spanien (Beck: „Ich hatte einige schlaflose Nächte.“) haben der 1. FC Magdeburg und Top-Stürmer Christian Beck (15 Saisontore) Nägel mit Köpfen gemacht. Beck, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, bindet sich bis zum 30. Juni 2018 an den Club. „Ich freue mich, weiterhin für den 1. FC Magdeburg stürmen zu dürfen. Ich fühle mich in Magdeburg sehr wohl und möchte helfen, die Entwicklung des FCM weiter voranzutreiben“, sagte Beck in einer vom Verein verbreiteten Presseerklärung.

Beck, der seit 2013 beim FCM spielt, in dieser Zeit zweimal Torschützenkönig der Regionalliga Nordost wurde und aktuell mit Justin Eilers (27) von Dynamo Dresden die Statistik der besten Stürmer der 3. Liga erneut anführt, hätte in der Winterpause den FCM dank einer Ausstiegsklausel in Richtung 2. Bundesliga verlassen können. Berater Wolfgang Benkert hatte ein konkretes Angebot für den 27-Jährigen vorliegen.

„Wir haben jetzt den Vertrag in die eine wie auch die andere Richtung angepasst“, sagte am Montag FCM-Sportchef Mario Kallnik. Die Möglichkeit zu einem Wechsel in der Winterpause wird es in Zukunft für Beck nicht mehr geben, verriet Kallnik. Ein Wechsel sei aber unter bestimmten Voraussetzungen in der Sommerpause weiterhin möglich – also gegen Zahlung einer stattlichen Ablösesumme. „Natürlich wollen wir Christian den Weg in die 1. und 2. Bundesliga offenhalten. Deshalb gibt es bestimmte Optionen“, so Kallnik weiter. Grundsätzlich ist Kallnik froh über die Zusage: „Die Vertragsverlängerung von Christian ist ein wichtiges Zeichen und schafft zusätzlich Planungssicherheit.“

Aktuell stehen für die kommende Saison damit 15 Spieler unter Vertrag (Volksstimme berichtete), darunter die Leistungsträger Christian Beck, Kapitän Marius Sowislo, Torwart Jan Glinker, Jan Löhmannsröben und Steffen Puttkammer. Aktuell beobachtet der Club den Markt, will sich aber trotz der langwierigen Verletzung von André Hainault weiter Zeit lassen. „Wir entscheiden nach dem Spiel in Halle“, sagte Kallnik.

Volksstimme vom 15.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Vertrag, Hochzeit, Klinsmann

FCM-Innenverteidiger Ryan Malone hat viele Pläne für die nächste Zeit

Ryan Malone hat sich nach einer Innenbandverletzung im Trainingslager des 1. FC Magdeburg zurückgemeldet. Die Wünsche des US-Boys für die nächste Zeit sind klar: Vertragsverlängerung, Hochzeit und ein Anruf von Jürgen Klinsmann.

Magdeburg l Gerade als Ryan Malone Fahrt aufgenommen hatte und sich mit starken Leistungen sowie zwei Kopfballtoren seinen Platz in der Mannschaft von Drittliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg erkämpft hatte, stoppte den Amerikaner im Spiel gegen Preußen Münster ein Innenbandanriss. Die Hinrunde war gelaufen für den 23-Jährigen, der im Sommer als „Experiment“ von einer US-High-School an die Elbe gewechselt war.

„Ryan hat da weitergemacht, wo er vor seiner Verletzung aufgehört hat“, bescheinigte Trainer Jens Härtel dem Innenverteidiger in Novo Sancti Petri. „Das Knie ist gut“, fügt Malone an, dessen Deutsch viel besser geworden ist. Dreimal die Woche geht Malone weiter zum Sprachunterricht. „Auf dem Feld wird nur noch deutsch gesprochen. Das ist besser für mich“, sagt der US-Amerikaner, der im Kanadier André Hainault einen Partner und Freund auf und neben dem Feld gefunden hat.

In Kürze hoffen Malone und sein Berliner Berater Philipp Fahrendorff auf ein Zeichen vom Club in Sachen Vertragsverlängerung. „Ich würde gern bleiben“, sagt Malone, der Magdeburg auch abseits des Platzes schätzen gelernt hat. „Die Stadt ist ein Mix aus Groß und Klein. Perfekt“, sagt Malone, dessen Verlobte Katy nach dem Weihnachtsurlaub in den USA in wenigen Tagen in Magdeburg zurückerwartet wird.

Für die im Juni 2017 geplante Hochzeit von Ryan und Katy geht es aber zurück in die USA nach Hartford (Connecticut). Während Katy schon Brautkleider sichtet und auf Instagram postet, lässt sich der Bräutigam noch ein wenig Zeit. Zunächst gilt es, sich wieder auf den Sport zu konzentrieren – und möglichst einen Platz im 18er-Kader zu erobern. Klassenerhalt ist das erste Ziel für die Mannschaft. Dabei will er helfen. „Ich möchte so viel wie möglich spielen“, so Malone, „und die Chance zur 2. Liga ist auch noch da.“ Gelingt dem Tabellenvierten tatsächlich der Sprung, könnte Malone vielleicht sogar ins Blickfeld von US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann geraten. „Bisher hat er noch nicht angerufen. Aber wer weiß“, sagt Ryan Malone lachend.

volksstimme.de vom 14.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Lange Verletzungspause für Hainault

André Hainault vom 1. FC Magdeburg hat sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen. Der Verteidiger fällt lange aus.

Magdeburg. Bittere Nachricht für Verteidiger André Hainault, die FCM-Mannschaft und Trainer Jens Härtel: Der Verteidiger vom 1. FC Magdeburg hat sich im Trainingslager in Andalusien einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen. Das ergab am Donnerstag einer MRT-Untersuchung. Die Mannschaft war in der Nacht zuvor aus Spanien zurückgekehrt. Das Knie wurde zunächst mit einer Schiene ruhiggestellt. Ob eine Operation notwendig ist, soll erst später entschieden werden.

„Die Schwere der Verletzung hatte sich leider angedeutet und ist sehr ärgerlich. André war eine feste Größe für uns“, sagte Trainer Jens Härtel am Donnerstag. Der kanadische Nationalspieler, der vor dem FCM beim Zweitliga-Absteiger VfR Aalen gespielt hatte, war kurz nach Saisonbeginn verpflichtet worden und machte bisher 17 Punktspiele. Härtel rechnet mit einem Ausfall von etwa zwölf Wochen, ist aber aus der Hinrunde Verletzungspech gewöhnt: „Bis jetzt haben wir es immer geschafft, Ausfälle zu kompensieren.“

Volksstimme vom 14.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Becks Traum von der 2. Liga lebt

Nach schlaflosen Nächten fiel dem Torjäger die Entscheidung für FCM doch leicht

Christian Beck hat ein lukratives Angebot aus der 2. Fußball-Bundesliga abgelehnt, will stattdessen Aufsteiger 1. FC Magdeburg zum Klassenerhalt in der 3. Liga schießen. Oder noch besser: Mit den Blau-Weißen den Sprung in die Zweitklassigkeit schaffen.

Novo Sancti Petri l Das Angebot, in der Winterpause in die 2. Fußball-Bundesliga zu wechseln, hat Christian Beck ausgeschlagen. Das Thema Zweitklassigkeit ist für den 15-fachen Saisontorschützen vom Drittligisten deshalb aber noch lange nicht beendet. „Die Hoffnung auf die 2. Liga gebe ich nicht auf. Vielleicht schaffen wir es mit dem 1. FC Magdeburg in den nächsten Jahren“, sagte Beck vor der Abreise der Mannschaft aus dem achttägigen Trainingslager der Mannschaft in Andalusien.

Die Erleichterung über den Verbleib des „Schlüsselspielers“ (Trainer Jens Härtel) war überall greifbar. Während öffentlich vor allem über eine mögliche Verpflichtung von Nico Hammann diskutiert wurde, hatte Sportchef Mario Kallnik hinter den Kulissen alle Hände voll zu tun, um Beck und seinen Berater Wolfgang Benkert davon zu überzeugen, die Ausstiegsklausel in der Winterpause nicht zu ziehen. Für eine festgeschriebene Ablöse hätte der mit Justin Eilers (Dynamo Dresden) beste Torschütze der 3. Liga den FCM verlassen können. „Es gab einige schlaflose Nächte“, bestätigt Beck. Unter mehreren Anfragen war eine aus 2. Liga wohl am konkretesten.

„Es gab viele Gespräche, mit Berater, Familie, meiner Freundin Paulin und Mario Kallnik. Ich habe lange darüber nachgedacht. Am Ende ist mir die Entscheidung nicht so schwergefallen. Ich habe die Vor- und Nachteile gegenüber- gestellt und gesehen: Ich habe mir einiges in Magdeburg erarbeitet und aufgebaut“, erläutert Beck, dessen Vertrag aufgrund der Begehrlichkeiten jetzt angepasst wird. Wie – darüber haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Auf jeden Fall wird der Torjäger vom Dienst für den FCM auch in der Rückrunde spielen. Und mit großer Sicherheit weit darüber hinaus.

Dass der 1,96 Meter große Schlacks Tore schießen kann, hatte er schon in der Regionalliga bewiesen (51 Treffer in 74 Spielen). Die Fortsetzung dieser Quote hatten dem gebürtigen Erfurter nicht alle zugetraut. „Trainer Jens Härtel hat einen großen Anteil daran. Ich denke, ich bin noch kaltschnäuziger vor dem Tor geworden, und ich habe den einen oder anderen Zweikampf mehr gewonnen“, so Beck, der lächelnd anfügt: „Und ich habe unter Härtel gelernt, dass Verteidigung schon vorne beginnt, wie man an meiner Laufarbeit sieht.“

Die sportliche Zukunft von Beck liegt also in Magdeburg, privat zieht es ihn nach Thüringen zurück. „Ich bin Erfurter und werde auch irgendwann wieder zurückgehen. Meine Familie und meine Freundin leben dort“, sagt Beck. Bis dahin will er aber weiter für Furore in den gegnerischen Strafräumen sorgen – mindestens in der 3. Liga. „Meine Quote ist schon sehr, sehr ordentlich. Wenn es nochmal zehn Tore werden, wäre es super. Aber Hauptaugenmerk ist ganz klar der Klassenerhalt.“

Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte geht es für Magdeburg am 24. Januar zum Halleschen FC, den Beck in der Hinrunde fast allein erlegte. Gelingt dem FCM ein guter Start, könnte sich der Tabellenvierte oben festbeißen. „Unsere Hinrunde war Wahnsinn. Aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Noch fehlen uns elf, zwölf Punkte, und die wollen wir so schnell wie möglich holen“, beschreibt Beck das erste Saisonziel. Und gerät dann doch ein bisschen ins Träumen – von der 2. Bundesliga mit dem FCM: „Haben wir 43 Punkte, kann man sehen, was Zugabe ist.“

Volksstimme vom 13.01.2016
Autor: Thomas Juschus
„Niemand kann die Füße hochlegen“

Trainer Härtel über die Vorbereitung und Personalien

Jens Härtel, Trainer des Drittligisten 1. FC Magdeburg, freut sich über den Konkurrenzkampf in seinem 25 Mann starken Kader. Zum Abschluss des Trainingslagers im spanischen Novo Sancti Petri zieht er im Interview mit Sportredakteur Thomas Juschus Bilanz und analysiert die personelle Situation.

Jens Härtel, das Trainingslager geht am heutigen Mittwoch zu Ende. Wie sind Sie mit dem Aufenthalt hier in Spanien zufrieden?

Jens Härtel: Wir sind sehr zufrieden. Es war ein hartes Programm, die Jungs konnten alles machen und sind entsprechend müde. Alle haben hervorragend mitgezogen, die Disziplin hat gestimmt. Die Bedingungen waren hervorragend: Der Platz passte, das Hotel und Essen waren sehr gut. Etwas ärgerlich ist die Knieverletzung von André Hainault. Da müssen wir am Donnerstag das MRT in Magdeburg abwarten.

In Deutschland wartet jetzt der Winter auf den FCM, schon in zehn Tagen steht das erste Punktspiel an. Macht Ihnen das Sorgen?

In der Tat ist die Vorbereitung mit drei Wochen sehr kurz ausgefallen, so hatte ich das auch noch nicht. Sonst hatten wir minimal fünf Wochen Zeit, manchmal sogar länger. Aber das ist für alle Mannschaften gleich. Zeit zur Anpassung ist auch genügend. Ich hoffe, wir finden gute Trainingsbedingungen in Magdeburg vor, und wünsche mir, dass niemand krank wird.

Nach vielen Verletzungen in der Hinrunde war erstmals seit Monaten mit Ausnahme von Felix Schiller der gesamte Kader am Start.

Der Konkurrenzkampf kann nur gut sein. Alle waren deshalb sehr konzentriert. Jede Position ist doppelt besetzt, niemand kann die Füße hochlegen, deshalb ist genügend Eigenmotivation vorhanden gewesen. Wir dürfen nur den Bogen nicht überspannen.

Welchen Eindruck haben Sie von Neuzugang Sebastian Ernst gewonnen? Michel Niemeyer, Lukas Novy und Ryan Malone sind auch zurück.

Der Einstieg von Ernst war sehr gut. Sebastian hat sich gut integriert, fasst auch mal mit an und zeigt keinen falschen Respekt. Er hat schon gezeigt, was er kann. Bei Niemeyer hatte ich nicht das Gefühl, dass er lange weg war. Novy hat gegenüber dem Sommer einen deutlichen Sprung gemacht. Die drei Wochen Training im Dezember mit der Mannschaft haben ihm gutgetan. Und auch Malone knüpft dort an, wo er vor seiner Verletzung aufgehört hat.

Ihr 15-facher Torschütze Christian Beck war in der Winterpause nochmals heftig umworben, hat sich aber für den FCM entschieden. Sind Sie erleichtert?

Es wäre schon dramatisch gewesen, wenn wir diesen Schlüsselspieler verloren hätten. Kein Spieler ist unersetzbar, aber es wäre schon sehr schwierig geworden, für Beck Ersatz zu finden – gerade jetzt im Winter. Deshalb bin ich froh, dass er bei uns bleibt. Und es zeigt auch, dass sich bei uns im Verein etwas entwickelt hat und ordentlich gearbeitet wird.

Rechnen Sie noch mit einem Wechsel von Nico Hammann zurück zum FCM?

Die Bereitschaft zu einem Wechsel von ihm ist da. Es bleibt aber dabei: Wir haben 25 Spieler im Kader und jagen bei uns niemanden vom Hof.

Sie haben hier mehrfach mit Torwart Matthias Tischer gesprochen. Sein Vertrag läuft aus, Jan Glinker und Lukas Cichos haben Vertrag. Wie ist die Lage?

Glinker ist klar die Nummer 1. Tischer ist klar die Nummer 2. Matthias hat im letzten Jahr ein gute Entwicklung genommen, auch als Person. Er spielt eine gute Rolle. Trotzdem haben wir ihn informiert, dass wir auf der Bank gern einen U-23-Torwart hätten. Es ist eine rationale Entscheidung, wir machen Leistungssport. Uns hat manchmal ein bisschen Reibung gefehlt, die kommt jetzt vielleicht wieder rein. Sportlich ist alles offen.

Auch Felix Schiller war mit in Spanien und hat intensiv an seinem Comeback gearbeitet. Welchen Eindruck haben Sie von ihm?

Ich hätte gern mehr Zeit für ihn gefunden. Das war schwierig. Er hat einen klaren Fahrplan, er bewegt sich gut. Vielleicht kommt er diese Saison noch zurück.

Ihre Mannschaft hat 32 Punkte auf dem Konto, 43 sollen zum Saisonziel Klassenerhalt reichen. Wann sind die auf dem Konto?

Wir wollen es so schnell möglich machen. Wir gucken aber nicht auf den Spielplan und rechnen schon vorher. Wir sind froh und dankbar, wie die Hinrunde gelaufen ist. Daran wollen wir anknüpfen. Es kann auch schnell mal in die andere Richtung gehen – deshalb bin ich vorsichtig. Wenn andere wackeln, wollen wir da sein.

Am Sonntag, 24. Januar, geht es gleich mit dem immer wieder brisanten Derby beim Halleschen FC in die zweite Saisonhälfte los – ein Vorteil?

Ja, das ist sehr gut. Die Anspannung und Vorfreude wird bei allen da sein: Medien, Fans und Mannschaft. Wir freuen uns auf das Derby gegen Halle.

Volksstimme vom 13.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Mit Wimpeltausch und Hymne

Nach Trainingsspiel besucht Mannschaft Sevilla

Novo Sanctri Petri l Bevor die Mannschaft, Trainer und Betreuerstab am Dienstagmittag in den Bus stiegen, um sich im rund 120 Kilometer entfernten Sevilla die Stadt und am Abend das Lokalderby im Pokal zwischen dem FC und Betis Sanzusehen, stand noch der zweite Test auf dem Programm. Mangels Gegner wurde es ein Spiel FCM-Weiß gegen FCM-Schwarz, das Weiß nach Treffern von Burak Altiparmak (31.) und Tarek Chahed (66.) bei einem Gegentor von Niklas Brandt (37.) 2:1 (1:1) gewann.

Die schönste Szene gab es vor dem Spiel, das von Zeugwart Heiko Horner geleitet wurde: Vor den Augen der etwa noch 50 anwesenden Fans tauschten beide Mannschaften Wimpel und summten beim Einlaufen die Champions-League-Hymne.

Nicht dabei waren André Hainault, Nicolas Hebisch, Matthias Tischer und Felix Schiller. Hainault, seit Montag mit Glatze, hat sich am Knie verletzt (Volksstimme berichtete). Hebisch zog sich beim Torschusstraining eine Bauchmuskelzerrung zu. „Es macht keinen Sinn“, sagte der Stürmer zerknirscht. Tischer absolvierte nach den Turbulenzen um ihn vom Vortag Einzeltraining mit Jo Stock. Schiller ließ sich von Fitness-„Guru“ Dirk Keller schinden und spielte Fußball-Tennis.

Volksstimme vom 13.01.2016
Autor: unbekannt
FCM-Splitter

ABFAHRT: Nach dem Trainingsspiel packten Zeugwart Heiko Horner und Torwart Jan Glinker ihre Sachen und traten per Kleintransporter die Heimfahrt an. „Wir wollen vor den Jungs am Stadion sein“, sagte Horner. Die Mannschaft reist am heutigen Mittwoch per Flieger von Cadiz aus hinterher und wird am späten Abend erwartet. Vorher gibt es am Vormittag noch eine Laufeinheit.

SUCHE: Nach der Absage des für Sonnabend geplanten Testspiels in Sangerhausen gegen Rot-Weiß Erfurt läuft die Suche nach einem neuen Gegner auch hier beschwerlich. Bisher gibt es keine Vollzugsmeldung.

REVANCHE: Vertauschte Rollen bei Kevin Kruschke und Jan Löhmannsröben. Nach einem Erfolg im Lattenschießen musste „Löh“ in die Rolle des Dieners schlüpfen.

TERMINE: Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat den 25. bis 29. Spieltag in der 3. Liga fest terminiert. Die Ansetzungen des FCM:

Sonnabend, 13. Februar, 14 Uhr: 1. FC Magdeburg – SC Fortuna Köln
Sonnabend, 20. Februar, 14 Uhr: VfL Osnabrück – 1. FC Magdeburg
Sonntag, 28. Februar, 14 Uhr: 1. FC Magdeburg – SV Stuttgarter Kickers
Mittwoch, 2. März, 18.30 Uhr: VfR Aalen – 1. FC Magdeburg
Sonnabend, 5. März, 14 Uhr: 1. FC Magdeburg – FC Hansa Rostock

Volksstimme vom 12.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Schock für Torwart Tischer

FCM-Trainingslager Sportliche Leitung will auf jüngeren Keeper setzen

Novo Sancti Petri (ju) l Der Schock war Matthias Tischer (30) anzusehen. Sein auslaufender Vertrag wird möglicherweise nicht verlängert. Darüber hat FCM-Sportchef Mario Kallnik das FCM-Urgestein am Sonntagabend unterrichtet. „Grundsätzlich planen wir und Trainer Jens Härtel für die kommende Saison mit einem U-23-Torwart als Nummer 2“, erklärte Kallnik. „Die Tür ist aber noch nicht zu. Die endgültige Entscheidung fällt später. Wir sehen es aber als Gebot der Fairness, Tischer frühzeitig über die Ausrichtung zu informieren“, so Kallnik, der am Montag abreiste.

„Ich bin natürlich enttäuscht über die Planung, habe aber die Möglichkeit, mich weiter anzubieten“, sagte Tischer, der in der 20. Saison beim FCM spielt. Nach guten Leistungen in der Relegation verlor der Ur-Magdeburger seinen Platz an Jan Glinker (31), dessen Vertrag gerade bis 2018 verlängert wurde. Mit Lukas Cichos (20) steht ein weiterer Keeper bis 2017 unter Vertrag. Grundsätzlich plane der Club mit drei Torhütern. Dem Kader für die kommende Saison müssen laut DFB-Statuten vier U-23-Spieler angehören.

Volksstimme vom 12.01.2016
Autor: Thomas Juschus
FCM geht „Löh“ unter die Haut

Trainingslager Mittelfeldmann Löhmannsröben liebt Tattoos und verewigt bald Razeek und Kruschke

Jan Löhmannsröben liebt Tattoos. Unzählige Tätowierungen zieren Arme, Beine, Rücken, Brust, Rippen und Leiste des Mittelfeldspielers vom 1. FC Magdeburg. Und bald trägt „Löh“, wie ihn alle nennen, sogar ein Stückchen FCM unter seiner Haut.

Novo Sancti Petri l Begonnen hat alles mit einem kleinen Rosenkranz auf dem Unterarm. Mit 18. Sechs Jahre später ist der muskulöse Körper von Jan Löhmannsröben über und über mit Tätowierungen versehen. Die freien Stellen werden langsam rar, mit Ausnahme von Gesicht, Hals und Händen. „Ich weiß ja nicht, wie lange ich noch Fußball spielen kann. Wenn nötig, könnte ich alle Tattoos verstecken“, sagt der 24-Jährige.

Bei frühlingshaften Temperaturen im spanischen Trainingslager des Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg ist Löhmannsröben meistens im T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs. Dann sehen alle seine tätowierten Arme und Beine. Auf dem rechten Oberschenkel fletscht neuerdings ein großer Löwe seine Zähne. Auf dem Rücken schlägt ein gebeugter Engel seine Flügel. Und die nächsten Sitzungen beim Stamm-Tatöwierer „eastside“ in Magdeburg sind schon geplant. Was als Modeerscheinung begann, hat sich längst zur Obsession entwickelt. „Allzu viele freie Flächen gibt es nicht mehr.“

„Ich würde nicht sagen, ich bin süchtig nach Tattoos. Aber es stimmt: Umso mehr, umso besser“, erklärt der Mittelfeldspieler, der im Sommer vom Regionalligisten Wacker Nordhausen zum Aufsteiger kam und sich hier zu einer festen Größe etablierte. In 16 von 21 Punktspielen war er dabei, nur eine Milz-Erkrankung warf ihn kurzzeitung aus der Bahn.

Das „Gesamtkunstwerk“ Löhmannsröben hat seinen Körper in zwei Hälften eingeteilt. Auf der rechten Seite finden sich Bilder, Symbole und Zahlen mit Bedeutung. „Ich trage dort zum Beispiel die Geburts- und Todesdaten meiner Eltern, das Geburtsdatum meiner Eltern oder auch meinen Taufspruch: ,Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln‘“, erzählt Löhmannsröben, der aus einem religiösen Elternhaus stammt. Seine Adoptivmutter Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben ist Superintendentin im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Wolfsburg. Seine linke Körperhälfte schmücken andere Motive. „Ein Totenkopf aus Rosen, eine Sanduhr – einfach Bilder, die mir gefallen.“

Bis zu acht Stunden verbringt Löhmannsröben auf dem Tätowierer-Stuhl, einige tausend Euro an Tinte und Arbeit trägt er unter seiner Haut. Zweifel hatte er nie. „Man muss es sich schon überlegen. Bisher habe ich mir auch noch kein Tattoo überstechen lassen.“ Und was sagt das Elternhaus? „Sie akzeptieren es, fänden ohne aber besser.“

Demnächst kommt auch ein Stück vom FCM unter Löhmannsröbens Haut. Gegen Ahmed Waseem Razeek und Kevin Kruschke hat er Wetten beim Fußballgolf und Lattenschießen verloren – ein beliebter Spaß unter den Fußballern. Demnächst werden deshalb die Namen „Razeek“ und „Kruschke“ in seiner rechten Armbeuge verewigt. Dort ist auch schon „CR10“ verewigt – nicht etwa Cristiano Ronaldo (CR7), sondern sein ehemaliger Nordhäuser Mitspieler Christoph Rischker. Und hätten sich Razeek und Kruschke auch tätowieren lassen, hätten sie die Wette verloren? „Nein“, sagt Löhmannsröben, „ich hätte ihnen die Haare schneiden dürfen nach meinen Vorstellungen.“

Volksstimme vom 12.01.2016
Autor: unbekannt
FCM-Splitter

TESTSPIEL: Der geplante zweite Test gegen eine spanische Mannschaft fällt mangels Gegner aus. Dafür gibt es am Dienstag ein Trainingsspiel. Anschließend fährt die Mannschaft nach Sevilla, besucht die „Copa del Rey“.

PAUSE: André Hainault musste Montag kürzer treten. „Das linke Knie ist etwas angeschwollen“, sagte der kanadische Nationalspieler zu seiner Trainingspause. Vermutlich hat er sich am Innenband verletzt. Gewissheit soll zuhause ein MRT bringen.

POKERSPIEL: „Aus Magdeburg liegt keine Anfrage vor“, erklärte Otmar Schork, Geschäftsführer vom Zweitligisten SV Sandhausen, zur Personalie Nico Hammann. Der Verteidiger wird seit Tagen mit einer Rückkehr zum FCM in Verbindung gebracht.

TRAININGSLAGER: Der Hallesche FC – am 24. Januar erster Punktspielgegner des FCM im neuen Jahr – hat mit 24 Spielern am Sonntagabend sein Trainingsquartier im Hotel „Riu Kaya“ in Belek (Türkei) bezogen.

Volksstimme vom 12.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Schiller kämpft sich aus dem Tal der Tränen

FCM-Trainingslager Verletzter Abwehrchef hat weitere Fortschritte gemacht / „Schön, wieder bei den Jungs zu sein“

Novo Sancti Petri (ju) l Das erste Tal der Tränen scheint überwunden. Nach einigen schweren Wochen hat Abwehrspieler Felix Schiller im FCM-Trainingslager unter der Sonne Spaniens neuen Mut gefasst. „Ja, ich hatte zuletzt ein mentales Loch. Mir fehlen der Fußball, die Jungs und die Emotionen so sehr“, sagte Schiller, der nach seinem Achillessehnenriss Ende August eisern an seinem Comeback arbeitet.

40 Minuten kann der 26-Jährige inzwischen joggen. Mehrstündige Fahrrad-Ausfahrten sowie Athletik stehen ebenfalls in Spanien auf dem Plan – immer wieder angetrieben von Fitness-„Guru“ Dirk Keller. „,Kellogs‘ habe ich zuletzt öfter gesehen als meine Frau. Wir haben uns inzwischen angefreundet – aber in der Reha bleibt er klar mein Chef“, erklärt Schiller.

Spanien ist aber vor allem gut für den Kopf. „Es ist schön, wieder bei den Jungs zu sein“, sagt Schiller, der die Übungseinheiten mit Ball aus sicherer Distanz verfolgen muss. Zudem bietet das Trainingslager nahezu optimale Behandlungsmöglichkeiten des linken Beines. Mit Physiotherapeut Tino Meyer teilt Schiller sogar das Zimmer. „Es wird viel getan, damit die Narbe weich wird. Schröpfen, Massagen.“ Die Beweglichkeit habe sich weiter verbessert, eine Rückkehr ins Mannschaftstraining oder sogar in die Punktspiele sei indes nicht absehbar. Und Schiller gibt unumwunden zu: „Das nagt an mir.“ Den einen oder anderen steilen Anstieg auf dem Weg zurück gilt es also noch zu meistern.

volksstimme.de vom 11.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Tischer vor dem Aus beim FCM

Der FCM will sich bei seinen Torhütern neu ausrichten. Für Urgestein Matthias Tischer droht am Saisonende das Aus.

Novo Sancti Petri l Paukenschlag im Trainingslager des Drittligisten 1. FC Magdeburg an der Costa de la Luz: Der auslaufende Vertrag von Torwart Matthias Tischer (30) wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht verlängert. Darüber hat FCM-Sportchef Mario Kallnik das FCM-Urgestein am Sonntagabend unterrichtet. „Grundsätzlich planen wir und Trainer Jens Härtel für die kommende Saison mit einem U23-Torwart“, erklärte Kallnik am Montag. „Die Tür ist aber noch nicht zu. Eine endgültige Entscheidung fällt später. Wir sehen es aber als Gebot der Fairness, Tischer frühzeitig über die geplante Ausrichtung zu informieren.“

Tischer spielt in der 20. Saison beim FCM. Nach guten Leistungen in der Relegation verlor der Ur-Magdeburger in der Vorbereitung seinen Platz wieder an Jan Glinker (31), dessen Vertrag gerade um zwei Jahre verlängert wurde. Mit Eigengewchs Lukas Cichos (20) steht zudem ein weiterer Keeper noch ein Jahr unter Vertrag. Grundsätzlich plane der Club aber mit drei Torhütern. Dem Kader für die kommende Saison müssen laut DFB-Statuten zudem vier U23-Spieler angehren.

Volksstimme vom 11.01.2016
Autor: Thomas Juschus
15 Spieler für neue Saison fix

Beck erteilt Zweitligist Absage / Kapitän Sowislo bleibt bis 2017

Offiziell kämpft der 1. FC Magdeburg noch um ein weiteres Jahr in der 3. Liga. Hinter den Kulissen laufen längst die Planungen für 2016/17. Sportchef Kallnik führt täglich Gespräche im Trainingslager. 15 Spieler sind bereits fix.

Novo Sancti Petri l Mit 25 Spielern ist der FCM noch bis Mittwoch in Spanien. Mit dieser Kadergröße will der Aufsteiger auch die zweite Saisonhälfte und die kommende Punktspielrunde angehen. „25 Spieler sind absolut ausreichend. So ist unsere Planung angelegt – für jetzt, aber auch den Sommer“, erklärt Sportchef Mario Kallnik, der zusammen mit Trainer Jens Härtel die Mannschaft zusammenstellt.

● Wer bleibt? Die auslaufenden Verträge von Torwart Jan Glinker und dem derzeit verletzten Innenverteidiger Felix Schiller sind kürzlich um jeweils zwei Jahre bis 2018 verlängert worden. Mit Sebastian Ernst ist in der Winterpause ein Mittefeldspieler neu dazugekommen (Vertrag bis 2017). Der Kontrakt des 15-fachen Torschützen Christian Beck verlängert sich bei Klassenerhalt, es gab aber eine Ausstiegsklausel. „Wir haben intensiv miteinander gesprochen. Christian hat zugesagt, in Magdeburg zu bleiben“, sagte am Sonntag Sportchef Kallnik. Aus der 2. Bundesliga habe eine Anfrage vorgelegen, der Vertrag von Beck sei jetzt deshalb angepasst worden. Nils Butzen hat die notwendige Zahl an Einsätzen erreicht, um ein weiteres Jahr in Blau-Weiß zu spielen. Lukas Cichos, Steffen Puttkammer, Silvio Bankert, Michel Niemeyer, Lukas Novy, Jan Löhmannsröben, Tarek Chahed, Manuel Farrona-Pulido und Waseem Razeek haben alle bis 2017 einen Vertrag. Spieler Nummer 15 ist Marius Sowislo. „Mein Vertrag hat sich schon vor der Winterpause um eine weitere Saison verlängert. Ich bin sehr froh“, so der Kapitän.

● Wer soll bleiben? „Wir schauen bei allen genau hin, wie der Entwicklungsweg läuft. Wir werden im März und April unsere Entscheidungen treffen. Wir werden niemand wegschicken, der gute Leistungen bringt“, sagt Kallnik. Christopher Handke, Ryan Malone, Niklas Brandt sowie die nachverpflichteten André Hainault und Burak Altiparmak haben die in sie gesetzten Erwartungen weitgehend erfüllt. Es bleibt abzuwarten, ob beide Seiten zu einer weiteren Zusammenarbeit zusammenfinden. Mit Ersatztorwart Matthias Tischer will Kallnik in Spanien sprechen. Ein Kader ohne das Urgestein scheint derzeit unwahrscheinlich, zumal in der Vorsaison auf ihn Verlass war, als er gebraucht wurde. Ein Sonderfall ist Lars Fuchs, dessen potenzieller Nachfolger mit Ernst bereits verpflichtet wurde. Fußballerisch wäre der 33-Jährige sicher eine Bereicherung, allerdings wachsen die Zweifel an der Fitness. „Wenn Lars weiter Gas gibt, hat er eine Chance auf ein weiteres Jahr als Spieler. Fußball spielen kann er – das wissen wir. Er weiß aber auch, dass er nach seiner aktiven Karriere eine Stelle für seine geplante Trainerlaufbahn bei uns sicher hat“, erklärt Kallnik.

● Wer kann gehen? Für Torge Bremer (ausgeliehen bis Saisonende an Germania Halberstadt) gibt es kein zurück. Kevin Kruschke, dem Kontakte zu Jena nachgesagt werden, und Sven Reimann kamen auf wenig Einsatzzeiten, beide Verträge laufen aus. Der FCM würde wohl keinem Steine in den Weg legen. „Bis jetzt gibt es keinen neuen Stand. Ich möchte mehr spielen, am liebsten beim FCM“, sagt Kruschke. Der Kredit von Aufstiegsheld Nicolas Hebisch (zwei Tore in der Relegation) schwindet indes zusehends. Hier stehen die Zeichen auch auf Trennung. „Es wird schwierig. Es muss eine Entwicklung kommen. Im letzten halben Jahr war es stagnierend“, sagt Sportchef Kallnik über den Stürmer.

Volksstimme vom 11.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Novy will Seuchenjahr weit hinter sich lassen

Tscheche ist nach langer Verletzung zurück

Novo Sancti Petri (ju) l Neues Jahr, neues Glück: Nach einem verkorksten 2015 mit Muskelbündelriss in der Leiste im Frühjahr sowie einem Riss der Patellasehne im linken Knie zum Start der Drittliga-Saison ist Lukas Novy wieder da. Der Tscheche ist quasi der zweite Neuzugang des FCM neben Sebastian Ernst. Als einziger Feldspieler im FCM-Kader stand der Rechtsverteidiger noch keine Minute auf dem Platz.

„Ich muss mich beim Verein bedanken. Alle haben sehr viel Geduld gehabt“, sagte Novy, der im Sommer mit viel Vorschusslorbeeren vom BFC Dynamo zum Drittliga-Aufsteiger gewechselt war. „Das war wichtig für mich, für meinen Kopf“, so der Blondschopf, der ansonsten bei seiner Familie und Freundin im heimischen Pilsen viel Unterstützung hatte. Auch die Euphoriewelle in Magdeburg habe ihn immer motiviert. „Ich will mich bald in dieser tollen Atmosphäre in Magdeburg präsentieren“, erklärt der frühere U-19-Nationalspieler Tschechiens.

Schon seit Anfang Dezember steht Novy wieder im Training, nur über den Jahreswechsel hat sich der 25-Jährige eine kleine Auszeit gegönnt und in Prag gefeiert. Seitdem gibt er wieder Gas – besonders hier im Trainingslager in Spanien. Und will sich auf der rechten Seite anbieten, wo Nils Butzen eine stabile Hinrunde gespielt hat. „Es wird nicht leicht, das weiß ich. Aber ich hoffe, dass ich eine Chance bekomme. Das Trainingstempo ist schon ganz gut“, schätzt Novy die Situation ein. Noch wichtiger ist ihm aber nach dem Seuchenjahr 2015: „Hauptsache, nicht wieder verletzen.“

Volksstimme vom 11.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Es geht auch ohne Burger

Ernährung spielt für Chahed, Razeek und Altiparmak große Rolle

Novo Sancti Petri (ju) l Ernährung spielt für Spitzensportler eine immer größere Rolle. Tarek Chahed, Ahmed Waseem Razeek und Burak Altiparmak achten von Hause aus ein bisschen mehr auf ihr tägliches Essen. Die drei Muslime in der Mannschaft verzichten schon aus religiösen Gründen komplett auf Schweinefleisch und Alkohol. Genug Auswahl gibt es am Abendbuffet im Hotel Barossa Park trotzdem.

„Hühnchen, Rind, das sind gute Alternativen“, sagt Chahed. Zu Hause in Magdeburg kocht der 19-Jährige mit seiner Freundin Anna gern auch mal Gerichte aus der Heimat seiner Eltern, die aus Tunesien stammen. „Da wird es auch mal ein bisschen schärfer“, so der Jungprofi, der genau vor einem Jahr an gleicher Stelle erste Erfahrungen mit der FCM-Mannschaft sammelte. Seit dem Aufstieg in den Männerkader meidet er Fastfood. „Ich habe schon ein bisschen dazu geneigt, weil es schnell ging. Burger kommen nur noch sehr, sehr selten vor.“

Ahmed Waseem Razeek hat nach seinem Kreuzbandriss im Sommer 2013 (damals noch bei Union II) seine Ernährung umgestellt. „Nach meiner Verletzung musste ich etwas tun. Seitdem esse ich viel Gemüse, auch mal Fleisch. Vor den Spielen bin ich Fan von Kohlenhydraten“, sagt der 21-Jährige. Seine Familie, die aus Sri Lanka stammt, lebt jetzt schon in dritter Generation in Deutschland, er selber erblickte in Berlin das Licht der Welt.

Burak Altiparmak, der sowohl den deutschen als auch den türkischen Pass besitzt, geht in Magdeburg gern mittags mit den Kollegen zum Essen. Ab und zu greift der 25-Jährige aber auch mal selbst zum Kochlöffel. „Mein Lieblingsgericht zum Frühstück ist Menemen aus Eiern, Tomaten und Zwiebeln – ein bisschen wie das deutsche Rührei“, erklärt Altiparmak. Für ihn als Leistungssportler sei gesunde Kost ganz selbstverständlich, und dann sagt er mit einem Augenzwinkern: „Für den einen oder anderen bei uns wäre eine Ernährunggsberatung aber mal ganz gut.“

Volksstimme vom 11.01.2016
Autor: unbekannt
FCM-Splitter

KELLNER: Kevin Kruschke ist zum „Handlanger“ und persönlichen Kellner von Jan Löhmannsröben geworden. Grund: eine Niederlage im Tischtennis. Seitdem muss er seinen Bezwinger bedienen, ihm beispielsweise das Essen bringen.

VIDEOABEND: Vertauschte Rollen gab es am Sonntag bei der Videoanalyse vom 8:1-Testspielsieg gegen Novo Chiclana. Silvio Bankert bewertete die erste Halbzeit (in der er nicht spielte), Nils Butzen die zweite Hälfte. Trainer Jens Härtel war vor allem Zuhörer.

FANABEND: Der in der Vergangenheit meist obligatorische gemeinsame Abend von Fans und Mannschaft fällt diesmal aus organisatorischen Gründen aus. „Es ist schon schade, aber wir akzeptieren das. Es hat aber niemand erwartet, dass die Mannschaft eine Nacht mit uns durchfeiert“; sagte Jens Janeck vom Fanprojekt.

AUSZEICHNUNG: Nächste Ehrung für den FCM – nach dem Sieg in der Umfrage zur Mannschaft des Jahres in Sachsen-Anhalt setzte sich der Drittliga-Aufsteiger auch bei der Beliebtheitswahl in Magdeburg vor dem SC Magdeburg durch.

Volksstimme vom 11.01.2016
Autor: unbekannt
Sowislo: „Die Rückrunde wird hart und lang“

Marius Sowislo, einige Ihrer Kollegen sehen nach Hälfte des Trainingslagers sehr müde aus. Wie geht es Ihnen?

Sowislo: Es war bisher sehr intensiv. Trotzdem macht es viel Spaß hier. Wir haben Sonne, die Plätze sind grün, die Bedingungen ordentlich. Die Mischung stimmt.

Was macht weniger Spaß: Einheiten mit Fitness-„Guru“ Dirk Keller?

(schmunzelt) Das gehört natürlich dazu. Wir wissen, dass wir unsere größten Stärken in der Physis haben. Da müssen wir so viel wie möglich an Substanz zulegen. Die Rückrunde wird sehr hart und lang für uns.

Letztes Jahr waren Sie auch hier, inzwischen sind Sie Vater geworden. Wie kommen Sie mit der Situation im Trainingslager zurecht, ohne Frau und Tochter?

Das ist natürlich nicht so toll, aber es ist mein Beruf, damit verdiene ich die Brötchen für meine Familie. Meine Frau Julia meistert das zu Hause mit unserer kleinen Daria ganz toll. Und zum Glück gibt es jede Menge Möglichkeiten, via Internet Livebilder zu erhalten. Aber ich freue mich natürlich schon sehr auf unser Wiedersehen.

Sie sind im Herbst Ihrer Karriere. Hatten Sie bei Ihrem Wechsel 2012 mit so einer Erfolgsgeschichte gerechnet – für Club und Sie?

Ich hatte diesen Traum immer. Es war mit klar, dass mit dem FCM Großes zu erreichen ist. Deshalb genieße ich jede Sekunde – auch die Trainingstage in Spanien.

Volksstimme vom 09.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Geduldsspiel für Bankert und Tischer

Die ehemaligen Stammspieler müssen auf neue Chance warten

In der Regionalliga-Rückrunde und in der erfolgreichen Relegation gegen Kickers Offenbach gehörten Matthias Tischer und Silvio Bankert zu den tragenden Säulen beim 1. FC Magdeburg. In der Drittliga-Vorbereitung verloren beide ihre Plätze. In Spanien greifen beide neu an.

Novo Sancti Petri l Im 8:1 gewonnenen Testspiel gegen den spanischen Fünftligisten Novo Chiclana war Silvio Bankert einer der auffälligsten Akteure beim FCM. Vor allem verbal. Als Abwehrchef der zweiten Halbzeit dirigierte er seine Nebenleute lautstark hin und her. „Ich denke, Organisation, Erfahrung und Zweikampfverhalten sind meine Stärken“, sagt er. In Zukunft möchte Bankert seine Vorzüge auch wieder öfter in den Drittliga-Spielen des Tabellenvierten zeigen. In den ersten 19 Punktspielen gehörte der ehemals gesetzte Abwehrspieler nur selten zur Startformation von Jens Härtel, spielte in den letzten zehn Partien ganze acht Minuten.

„Grundsätzlich war 2015 dennoch ein erfolgreiches Jahr. Wir haben als Mannschaft unsere Ziele erreicht, daran habe auch ich meinen Anteil“, erklärt Bankert, für den die Reservistenrolle eine neue Erfahrung in seiner Fußballer-Laufbahn ist. „In meinem Alter hat man aber gelernt, im Sinne der Mannschaft auch über den Tellerrand zu schauen. Natürlich gebe ich mich mit der Situation nicht zufrieden, lehne mich nicht zurück“, so der ehemalige Chemnitzer.

Nach der gegen ihn gelaufenen Sommer-Vorbereitung will Bankert jetzt im sonnigen Süd-Spanien Pluspunkte für die zweite Saisonhälfte sammeln. Am Freitag wurde bei 20 Grad und Sonnenschein unter den strengen Augen von Fitness-„Guru“ Dirk Keller und Co-Trainer Ronny Thielemann vor allem an der Kondition gearbeitet: mit Medizinbällen, kleinen und großen Hürden oder dem Sprintschlitten.

„Die Grundlage ist die Fitness. Da bin ich sehr gut dabei. Und in den wenigen Testspielen muss ich dem Trainer zeigen: ich bin da“, so Bankert. Ein Wechsel sei aufgrund der persönlich nicht befriedigenden Situation (vorerst) kein Thema. „Das wäre mir zu einfach“, so der 30-Jährige (Vertrag bis 2017).

Matthias Tischer, Urgestein in Reihen des FCM und letzter „echter“ Magdeburger, muss sich in der Rückrunde sogar für einen neuen Vertrag in Stellung bringen. Nach der erfolgreichen Relegation gegen Offenbach mit Tischer im Tor musste der 30-Jährige zu Saisonbeginn wieder ins zweite Glied rücken hinter Jan Glinker und wartet auf seine Drittliga-Premiere. Und Glinkers Vertrag wurde gerade erst um zwei Jahre verlängert.

„Natürlich bin ich sportlich nicht 100-prozentig zufrieden. Aber um Egoismen an den Tag zu legen, liebe ich den Verein viel zu sehr. Das Wichtigste ist der Erfolg der Mannschaft. Ich möchte diese Zeit absolut nicht missen – es fehlt nur das i-Tüpfelchen“, versichert Tischer glaubhaft. Zwar hält sich Sportchef Mario Kallnik mit öffentlichen Zusagen bedeckt, dennoch geht Tischer davon aus, auch in der 21. Saison für den FCM zu spielen. „Ich weiß, was ich am FCM habe. Und ich denke, das ist auch umgekehrt so. Deshalb mache ich mir keine Platte.“ Konkurrent Glinker habe bisher keinen Anlass gegeben, den Torwart zu wechseln, räumt Tischer ein. „Ich warte auf meine Chance und will bis dahin zeigen, was mich über Jahre ausgezeichnet hat. Der Trainer weiß, dass er mit mir rechnen kann.“ Vorerst aber muss sich Tischer wohl weiter in Geduld üben – wie Mitspieler Silvio Bankert.

Volksstimme vom 09.01.2016
Autor: unbekannt
Im Kader ist nochmals Bewegung

FCM-Trainingslager-Splitter Sowislo plant den Trainer-A-Schein

TESTSPIEL: Vor der Rückreise am Mittwoch soll es am Dienstag ein weiteres Testspiel geben. Als Gegner kommen San Fernando CF (3. Division) oder der FC Sevilla B (2. Division) infrage.

WECHSELBÖRSE: In den Kader des FCM kommt möglicherweise doch noch Bewegung. Reservist Kevin Kruschke (24) soll vor einem Wechsel zum Viertligisten FC Carl Zeiss Jena stehen. Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe meldeten beide Vereine keinen Vollzug. Geht der Mittelfeldspieler von Bord, wäre im Kader Platz für eine Rückkehr von Nico Hammann (27) vom SV Sandhausen. Hinter den Kulissen sollen Gespräche laufen. Ergebnis offen.

BESUCH: Zum Abschluss plant die Mannschaft am Dienstag einen Besuch beim Spiel im spanischen Pokal-Wettbewerb, der Copa del Rey, zwischen dem FC Sevilla und Lokalrivale Betis Sevilla.

ZUKUNFTSPLÄNE: Kapitän Marius Sowislo (33), dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, baut in vielerlei Hinsicht für ein Leben nach dem Fußball vor. Neben seiner Internet-Plattform für Sportler (www.samforcity.de) könne er sich eine Karriere als Trainer vorstellen, sagte er dfb.de. Die B-Lizenz besitzt er, der A-Schein ist geplant. Vorher möchte Sowislo aber mindestens noch ein Jahr beim FCM verlängern.

BILDERGALERIE: Weitere Fotos aus dem FCM-Trainingslager in Andulusien unter: www.volksstimme.de/fcmtraining

Volksstimme vom 08.01.2016
Autor: Hans-Joachim Malli
Magdeburger Lied und Block U dabei

Premiere in Getec-Arena / Für Stimmung sorgen nicht nur die 20 C-Junioren-Teams

Premiere für den Pape-Cup in der Getec-Arena. Nach 14 Auflagen in der Gieselerhalle zieht die inoffizielle deutsche Hallenmeisterschaft für C-Junioren-Kicker in die Getec-Arena um. Erneut trifft Gastgeber 1. FC Magdeburg dabei auf die Altersgefährten namhafter Bundesligisten.

Magdeburg l „Ich hoffe, die U 15 des Clubs kann als Gastgeber mit dem Druck umgehen und sich eine gute Platzierung erspielen“, wünscht sich Turnierleiter Lutz Pape, Vater des 2001 verstorbenen früheren FCM-Nachwuchstrainers Matthias Pape, zu dessen Gedenken das Turnier veranstaltet wird.

Der Umzug in die viel größere und kostenintensivere Getec-Arena stellt natürlich ein gewisses finanzielles Risiko dar, doch Pape senior ist überzeugt: „Dank der zahlreichen Sponsoren, von denen einige noch einmal tiefer in die Tasche gegriffen haben, denke ich, dass wir die möglichen Risiken im Griff haben.“ Bis gestern waren gut 3500 Karten abgesetzt. Allein Block U, dessen Logo ja die Trikots der U 15 des Clubs ziert, wird mit mindestens 500 Fans erwartet.

Ansonsten ist alles angerichtet für die 15. Auflage des Matthias-Pape-Gedächtnis-Turniers. Die Übernachtungen in den fünf Mannschaftshotels stehen bereit. Heute Abend treffen sich die auswärtigen Teams in der Bowling World am Pfahlberg. Nach dem ersten Turniertag gibt es den traditionellen Trainerabend im Ramada-Hotel, dem sich sicherlich noch ein Abstecher zum Hasselbachplatz anschließt. Die Jungs von Cambridge United, mittlerweile schon TurnierStammgast, landen heute Mittag in Schönefeld.

Neu ist am Sonnabend zwischen 14 und 15 Uhr ein Rahmenprogramm und Showteil unter anderem mit dem Elbkinder-Chor der Grundschule Nordwest („Magdeburger Lied“) und den Cheerleadern der Virgin Guards. Die Siegerehrung am Sonntag werden DFB-Ehrenvize Hans-Georg Moldenhauer und FCM-Präsident Peter Fechner vornehmen.

Im Rahmen des Turniers sollen am Sonntag auch die durch die Volksstimme-Leser gekürten Magdeburger Sportler des Jahres 2015 in der Getec-Arena geehrt werden.

Volksstimme vom 08.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Neuzugang Ernst will Stammplatz

Ex-96er spielte einst mit Fuchs und könnte ihn beerben

Der Kampf um die Stammplätze beim FCM ist eröffnet. Seit Donnerstag bereitet sich der Drittligist im milden Süd-Spanien auf die zweite Saisonhälfte vor. Einer, der sich einen Platz in der Startelf sichern will, ist Neuzugang Sebastian Ernst.

Novo Sancti Petri l Sebastian Ernst redet nicht lange drumherum. „Klar, ein Stammplatz ist mein Ziel“, sagt der neue Mittelfeldmann vom 1. FC Magdeburg. Seit Montag trägt der 20-Jährige das blau-weiße Trikot, seit Donnerstag trainiert er unter Jens Härtel in Andalusien mit. Am 24. Januar zum Punktspielstart beim Halleschen FC will der Mann mit der Nummer 25 in der Startelf stehen.

Der Blondschopf (Vertrag bis 2017), dessen Wechsel kurz vor dem Jahreswechsel vom Regionalligisten Hannover 96 II nach Magdeburg bekannt wurde, musste sich nicht zweimal bitten lassen, als die Anfrage kam. „Ich bin ehrlich: In meiner Situation musste ich nicht lange überlegen. Die Aufgabe in Magdeburg ist sehr reizvoll.“

In Hannover stand Ernst, der nicht mit dem ehemaligen Hannoveraner Nationalspieler Fabian Ernst verwandt ist, zuletzt ein wenig im Abseits. „Wir haben Ernst schon eine Weile beobachtet und denken, dass er unserer Spielphilosophie sehr nahe kommt. Wir glauben, er kann uns helfen – vielleicht nicht unbedingt sofort“, sagt Sportchef Mario Kallnik. Der 20-Jährige stand sogar auf dem Sprung in die Bundesliga-Elf der Niedersachsen, ehe der Trainerwechsel beim abstiegsbedrohten Erstligisten im Frühjahr und eine Verletzung ihn etwas aus der Bahn warfen. „Für mich ist Magdeburg deshalb ein bisschen ein Neuanfang“, sagt der gebürtige Neustädter, der für Februar seinen Umzug in die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt plant.

Der Linksfuß gilt als dribbelstark und wendig sowie verfügt über einen guten Schuss. Seine Rolle sieht er im zentralen offensiven Mittelfeld, dort, wo jetzt Lars Fuchs für die kreativen Momente im FCM-Spiel zuständig ist. Mit dem „Altmeister“ hat Ernst übrigens sogar bei 96 noch einige wenige Spiele zusammen gemacht. „Lars kann Spiele entscheiden. Aber ich stelle mich dem Konkurrenzkampf“, sagt Ernst, der mit guten Leistungen dazu beitragen will, dass der FCM weiter auf der Euphoriewelle bleibt. Den vierten Tabellenplatz und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, hat Ernst im Blick. „Erstmal wollen wir so viele Punkte sammeln wie möglich. Die genauen Ziele vom Verein kenne ich gar nicht genau.“ Nur eins ist klar: Ernst will seinen Stammplatz.

Volksstimme vom 08.01.2016
Autor: Thomas Juschus
Hebisch mit Hattrick

8:1 im Test gegen Chiclana

Novo Sancti Petri (ju) l Der 1.FC Magdeburg hat am Donnerstag ein Testspiel gegen den spanischen Fünftligisten Novo Chiclana mit 8:1 (5:0) gewonnen. Nicolas Hebisch mit einem Hattrick, Christian Beck (2), Lars Fuchs, Marius Sowislo (Foulelfmeter) und Waseem Razeek erzielten die Treffer, die von etwa 40 mitgereisten FCM-Fans begutachtet wurden. Das Gegentor schoss Pablo kurz nach der Pause nach einem Patzer von André Hainaut. Trainer Jens Härtel tauschte in der zweiten Halbzeit komplett durch, nur Jan Glinker, Kevin Kruschke und der im Aufbautraining befindliche Felix Schiller kamen nicht zum Eisnatz.

Für Dienstag (12. Januar) ist in Andalusien ein weiterer Test geplant (Gegner offen). Das für den 16. Januar in Sangerhausen geplante Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt wurde unterdessen aufgrund des Winterwetters abgesagt.

Volksstimme vom 07.01.2016
Autor: Hans-Joachim Malli
Halberstadt siegt erneut, FCM Dritter

16. Turnierauflage zugleich Abschied von Gieselerhalle

Regionalligist Germania Halberstadt wiederholte am späten Dienstagabend beim 16. Kroschke-Cup seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Gastgeber 1. FC Magdeburg wartet weiter vergebens seit 2009 auf den siebten Turniersieg, wurde am Ende Dritter.

Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel erlebte die Siegerehrung schon gar nicht mehr mit. Torjäger Christian Beck, sowieso nur in Zivil unter den Zuschauern („Der Trainer gab bekannt, wer spielt. Da war ich nicht dabei. Ist schon okay so.“), war schon noch eher verschwunden. Verständlich, am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, stand der Start ins Trainingslager in Spanien auf dem Programm.

Während Oberligist FSV Barleben, dessen Trainer Mario Middendorf tatsächlich noch rechtzeitig von der Urlaubsinsel Juist herunter kam, die Vorrundengruppe A mit vier Siegen und 12:3 Toren dominierte, musste der FCM in der Vorrundengruppe B schon mehr kämpfen, kam gegen den MSV Börde (2:2) und TuS 1860 (3:3) nicht über Unentschieden hinaus. Gegen die Stadtfelder führte der Club schon 2:0 dann kassierte Keeper Lukas Cichos zwei Tore per Heber, die später mit dem „fliegenden Torwart“ Niklas Brandt nicht mehr ausgebügelt werden konnten. Gegen TuS lag der Club 1:2 hinten, Pulido drehte die Partie zum 3:2. Da kam auch erstmals so etwas wie Stimmung unter den FCM-Fans auf. Doch umgehend trafen die Neustädter zum 3:3-Endstand.

Im Halbfinale musste sich der FCM, bei dem Neuzugang Sebastian Ernst mit drei sehenswerten Treffern glänzte, aber auch ein blödes Eigentor fabrizierte, den Halberstädtern nach dem 2:2 in der zehnminütigen regulären Spielzeit im notwendigen Neunmeterschießen mit 1:2 beugen. Nur Pulido traf da, Altiparmaks Schuss wurde gehalten, Kruschkes Ball tanzte zwischen Latte und Torlinie.

Im anschließenden Neunmeterschießen um Platz drei gegen Barleben, das zuvor Fortuna im Halbfinale 2:4 unterlag, scheiterte Göres für den FSV gleich zweimal, während der „Aussetzer“ von Pulido nicht weiter ins Gewicht fiel. Der als bester Turnierspieler gekürte FCM-Kicker traf später vom Punkt zum entscheidenden 3:2 für den Club.

Im Endspiel glich Fortunas Pascal Kirschner die späte 1:0-Führung der Halberstädter im Gegenzug aus, doch Germania-Keeper Fabian Guderitz traf fulminant zum umjubelten 2:1-Siegtreffer, der der geschundenen Seele der Vorharzer im Abstiegskampf gut tun dürfte.

Splitter:

TRAINER: Börde-Coach Tobias Ellrott fehlte, weilte wieder im Urlaub. Diesmal aber nicht in Übersee, sondern in Deutschland. Sein Co-Trainer Marcus Mähnert spielte für die Stadtfelder mit, konnte Vorrundenplatz vier aber auch nicht verhindern.

KALLNIK: FCM-Sportchef Mario Kallnik eilte nach dem 3:3 gegen TuS 1860, dem zweiten Remis des Clubs in Folge, schnurstracks Richtung Kabine. „Aber nicht, um die Jungs zusammenzufalten“, wie der 41-Jährige auf Nachfrage betonte, sondern um aufzuklären, dass er 2002 und 2003 mit dem Club sogar Turnier-Torschützenkönig wurde.

KNALLBUNT: Sie war zwar nicht die beste, aber die am lautstärksten unterstützte Mannschaft, der SSV Besiegdas. Ein ganzer Block war mit SSV-Fans gefüllt. Der zu großen Teilen aus dem SSV-Frauenteam bestehende Fanblock hatte unter anderem grün-gelbe T-Shirts an.

PECHVOGEL: Die „Auswahl Magdeburger Sportler“, in der unter anderem Christian Beer, Dennis Fuchs, Timm Kreibich sowie SCM-Präsident Dirk Roswandowicz mitspielten, hatte mit Stephan Michme und Dirk Hannemann zwei Pechvögel im Team. Beide verletzten sich im Turnier, klagten über Meniskusprobleme.(hm)

Volksstimme vom 07.01.2016
Autor: Hans-Joachim Malli
„Iron Maik“ wird Chef-Scout

Ex-Profi und Fernstudent Maik Franz soll Sichtungs-System beim Club aufbauen

Zurück zu den Wurzeln. Ex-Profi Maik Franz ist wieder beim FCM. Der einstige Bundesliga-Kicker soll im Rahmen seines Sportmanagement-Studiums ein Scouting-System aufbauen. „Ich verfüge über ein ordentliches Netzwerk“, so der 34-Jährige.

Magdeburg l Hinter dem gebürtigen Langensteiner Maik Franz, der 1998 von Germania Halberstadt zum FCM kam und 2001 den Regionalligaaufstieg schaffte, ehe er anschließend zum VfL Wolfsburg ging, liegen turbulente Zeiten.

Zunächst musste der eisenharte Verteidiger (Branchenname „Iron Maik“) eine fast zweijährige Leidenszeit durchmachen, ehe er zum Ende seines Engagements bei Hertha BSC zum Sportinvaliden wurde. Vor gut einem Jahr kam Sohnemann Mian zur Welt, im vergangenen September heiratete Maik Franz dann seine Eva, begann einen Monat später ein Sportmanagement-Fernstudium an der IST-Privatuniversität in Düsseldorf.

Dabei wäre Franz zur Saison 2014/2015 beinahe wieder als Spieler in Magdeburg gelandet. „Mario Kallnik (FCM-Sportchef/d. Red.) hat sich intensiv bemüht, wir führten mehrere Gespräche. Doch es hätte keinen Sinn gemacht, ich war nicht fit und wollte nicht nur für meinen Namen abkassieren“, erklärt der Blondschopf das Nichtzustandekommen des Vertrags aufgrund seiner langwierigen Knieprobleme.

Diese Absage hieß aber keineswegs: aus den Augen, aus dem Sinn. Im Gegenteil. Auch wenn Familie Franz ihren Lebensmittelpunkt weiterhin in Berlin hat, der Kontakt zum FCM riss nicht mehr ab. Auf dem Weg in die alte Heimat im Harz machte „Iron Maik“ immer wieder mal Station an der Elbe. Seit Jahresbeginn nun fast täglich, denn der frühere Profi-Kicker ist jetzt beim FCM offiziell „Assistent der Geschäftsführung“.

„Das hängt natürlich auch mit meinem Studium, das drei Jahre dauern wird, zusammen, ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation“, so „Studiosus“ Franz. „Speziell beim Aufbau eines Scouting-System will ich mich einbringen, denn ich verfüge über ein ganz ordentliches Netzwerk. Ein erster Schritt dabei ist die Nutzung von vorhandenen Programmen. Da gibt es verschiedene Anbieter wie zum Beispiel ,Scout 7‘. Beim zweiten Schritt geht es dann um die Schaffung eines vereinseigenen Scouting-Systems. Das erfordert aber Manpower und kostet auch richtig Geld,“ blickt Franz schon einmal voraus.

Auf alle Fälle soll der frühere Bundesliga-Profi maßgeblich dazu beitragen, die Arbeit beim FCM im sportlichen Bereich weiter zu professionalisieren. „Weitere Aufgaben ergeben sich dabei auch aus dem Studium“, ist sich Franz sicher, der den zeitlichen Aufwand und die Pendelei zwischen Berlin, Magdeburg und Düsseldorf für überschaubar hält.

„Wir haben eine Lösung gefunden, die alle zufriedenstellt“, sagt Franz. „An der Uni gibt es ein, zwei Präsenztage im Monat. Ausschließlich Familienvater war ich fast ein Jahr lang tagtäglich.“

Volksstimme vom 07.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann & Hans-Joachim Malli
Halberstadt macht’s

FCM beim Kroschke-Cup nur Dritter

Magdeburg (ut/hm) l Der in der Regionalliga arg gebeutelte VfB Germania Halberstadt hat die 16. Auflage des Fußball-Hallenturniers um den Kroschke-Cup gewonnen. Die Vorharzer setzten sich vor 1500 Zuschauern in der Magdeburger Gieselerhalle am späten Mittwochabend gegen den Landesligisten Fortuna Magdeburg mit 2:1 durch.

Gastgeber FCM musste sich, nachdem das Halbfinale gegen den späteren Sieger mit 3:4 nach Neunmeterschießen verloren ging, mit Platz drei begnügen, schlug im „kleinen Finale“ den FSV Barleben mit 3:2 (ebenfalls nach Neunmeterschießen).

FCM-Dribbelkünstler Manuel Farrona-Pulido, der den entscheidenden dritten Treffer vom Punkt erzielte, nachdem er den ersten vergeben hatte, meinte hinterher: „Schade, wir hätten das Turnier gerne gewonnen, aber es hat auch so Spaß gemacht. Das Wichtigste war, dass sich keiner verletzt hat.“

Autor: Hans-Joachim Malli
FCM: Abschied mit Turniersieg?

Kroschke-Cup heute Abend zum letzten Mal in der Hermann-Gieseler-Halle

Heute Abend wird zum bereits 16. Mal das Hallenfußballturnier um den „Kroschke-Cup“ ausgetragen. Beginn in der Gieselerhalle ist um 17 Uhr.

Magdeburg l Neubeginn und Abschied zugleich heißt es beim traditionsreichen Kroschke-Cup. Erstmals ist der 1. FC Magdeburg Ausrichter, strebt vor dem Start ins Trainingslager den Turniersieg an. Ein letztes Mal findet das Turnier mit regionalen Teams in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Halle statt, soll dann wie das Pape-Gedächtnisturnier in die Getec-Arena umziehen.

Heute aber ist die Gieselerhalle noch einmal das Wohnzimmer der zehn Teams, die zunächst in zwei Fünfergruppen die vier Halbfinalisten ermitteln. „Im Vorverkauf haben wir deutlich mehr Karten abgesetzt als in den Vorjahren“, freut sich Turnierleiter Matthias Kahl auf eine wieder volle Halle. Die öffnet heute um 16 Uhr, dann werden an den Tageskassen auch die letzten Karten in den Verkauf gebracht. Der Preis beträgt für Vollzahler acht Euro, ermäßigt sechs.

Das erste Spiel bestreiten ab 17.15 Uhr Vorjahressieger Germania Halberstadt und der FSV Barleben. „Ich hoffe, dass ich pünktlich rankomme“, erklärte gestern am Telefon Barlebens Trainer Mario Middendorf, der Urlaub auf der ostfriesischen Insel Juist macht und darauf setzt, dass sich der Fährverkehr wieder normalisiert. Ansonsten muss Co-Trainer Christoph Schindler den FSV betreuen.

Um 17.41 Uhr ist laut Plan der erste Auftritt von Gastgeber 1. FC Magdeburg vorgesehen, der sein erstes Gruppenspiel gegen Stadtoberligist MSC 1899 Preussen bestreitet. Preussen-Coach Alexander Daul sieht seine Mannschaft zwar nur in der Außenseiterrolle, doch trauen nicht wenige dem früheren Verbandsligisten, die Preussen gewannen 2014 das Turnier, die Rolle des Hechts im Karpfenteich zu. Daul allerdings stapelt tief: „Realistisch gesehen haben wir keine echte Chance. Für viele meiner Jungs ist das Turnier Neuland. Wir müssen über den Einsatz und den Willen kommen.“ Doch probten die Preussen, die am 19. Januar mit dem Training beginnen, schon mal beim „Soccer five“ im Lucky Fitness.

Volksstimme vom 05.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
Zwei Vorboten Richtung Spanien

Zeugwart Horner und Torwart Glinker als erste ins Trainingslager / Heute Kroschke-Cup

Nach einer Verschnaufpause von 16 Tagen legte Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg gestern wieder los. Am Mittwoch geht‘s per Flieger ins spanische Winter-Trainingslager, in das Zeugwart Heiko Horner und Torhüter Jan Glinker bereits aufgebrochen sind.

Magdeburg l Um 9 Uhr war am gestrigen Montag die Winterpause für die Club-Kicker beendet, hatte Trainer Jens Härtel („Ich habe mich in den letzten zwei Wochen gut erholt, bin voller Elan und freue mich, dass es wieder losgeht“) zum Laktat-Test gebeten. „Der erste Eindruck war ordentlich, aber Näheres weiß ich natürlich erst, wenn die Ergebnisse vorliegen“, sagte Härtel, der in Spanien die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde legen will.

Über Palma de Mallorca landen die Blau-Weißen in Jerez de la Frontera, von dort aus geht‘s weiter ins Vier-Sterne-Hotel Barrosa Park im andalusischen Novo Sancti Petri – genau dort, wo man schon vor einem Jahr eine Woche lang Quartier bezogen und beste Erfahrungen gemacht hatte.

Nur der Testgegner steht immer noch nicht fest, nachdem das vereinbarte Match gegen den FC Cadiz geplatzt ist. Der Drittligist profitierte im spanischen Pokal von einem fatalen Wechselfehler Real Madrids, so dass das 1:3 am „grünen Tisch“ revidiert wurde und Cadiz weiter im Wettbewerb steht. „Unser Ansprechpartner Dieter Burdenski ist vor Ort und hat uns ein Spiel fest zugesagt“, so FCM-Sportchef Mario Kallnik.

25 Akteure plus Trainerstab, Physios und sportlicher Leitung einschließlich des neuen Assistenten der Geschäftsführung, Maik Franz, umfasst der FCM-Tross. Das heißt, dass alle Spieler mit an Bord sind, also auch der Langzeitverletzte Felix Schiller und Neuzugang Sebastian Ernst aus Hannover.

Keeper Glinker startete schon gestern Richtung Spanien. Wegen seiner Flugangst fuhr der 31-Jährige zusammen mit Zeugwart Horner per VW-Bus. Motto: „The same procedure as last year“ (Die gleiche Prozedur wie letztes Jahr). Mit im Gepäck hatten die beiden diverse Trainingsutensilien wie Bälle, Kraftschlitten, Hütchen, Stangen und Spielkleidung. „Wie schon im Vorjahr nehmen wir wieder die Strecke über Aachen, Paris und Bordeaux. Insgesamt sind es 2900 Kilometer. Mal sehen, wie weit wir kommen, eine Zwischenübernachtung ist jedenfalls vorab nicht gebucht“, sagte Horner vor der Abfahrt gestern Vormittag.

Zwischen Trainingsstart und -lager steht aber noch die 16. Auflage des Kroschke-Cups in der Gieselerhalle. Der FCM spielt am Dienstag (ab 17 Uhr) in Gruppe B mit dem MSC Preussen, SV Fortuna, TuS 1860 Neustadt und MSV Börde. Härtel stellte klar, dass die Spieler nicht etwa selber entscheiden dürfen, sondern der Trainerstab festlegt, wer aufläuft. Namen wollte der 46-Jährige jedoch nicht nennen.

Volksstimme vom 04.01.2016
Autor: unbekannt
FCM-Splitter

ENTSCHEIDUNG: Der an Germania Halberstadt ausgeliehene Torge Bremer bleibt bei den Vorharzern. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem 21-Jährigen und FCM-Sportchef Mario Kallnik.

REKORD: Der Club hat zum Jahresbeginn 2016 die 2000. Dauerkarte verkauft – neuer Rekord. Insgesamt gibt es damit 7500 Dauerkarten-Inhaber.

Volksstimme vom 04.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
Maik Franz kehrt zum FCM zurück

Ex-Profi wird Assistent der Geschäftsführung / Schon heute erster Arbeitstag

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg wartet zum Jahreswechsel mit einer überraschenden Personalie auf. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen weiteren Neuzugang, sondern um eine Veränderung in der Führungsetage. Ex-Club-Kicker Maik Franz (34) wird Assistent der Geschäftsführung.

Magdeburg l Der in Langenstein bei Halberstadt aufgewachsene Franz spielte von 1998 bis 2001 beim FCM, schaffte dann den Sprung in die Bundesliga (VfL Wolfsburg, Karlsruher SC, Eintracht Frankfurt und Hertha BSC), wo er sich in insgesamt 14 Jahren wegen seiner kompromisslosen Spielweise den Spitznamen „Iron-Maik“ erwarb, Anfang letzten Jahres seine Karriere (nach 192 Erst- und 40 Zweitligapartien) aber wegen permanenter Kniebeschwerden beenden musste.

Nun erfolgte der Schritt zurück nach Magdeburg. „Der FCM hat mir den Sprung in den Profifußball ermöglicht. Dafür bin ich dem Verein heute noch sehr dankbar und möchte ihm nun etwas zurückgeben. Ich werde künftig all meine Erfahrungen aus meiner aktiven Zeit als Profi einbringen“, sagte Franz zum Engagement bei den Elbestädtern, das bereits am heutigen Montag beginnt. Und das zwei Tage später sogleich für den ersten Auslandsaufenthalt sorgt, denn der 34-Jährige fliegt mit ins Trainingslager nach Andalusien.

Heute vormittag endet für die FCM-Kicker mit einem Laktat-Test die zweiwöchige Winterpause. Am Dienstag nehmen die Härtel-Schützlinge noch am Kroschke-Cup teil und fliegen am nächsten Morgen nach Jerez de la Frontera ins Winter-Quartier.

Sportchef Mario Kallnik zur Verpflichtung von Franz: „Kontakt bestand ja schon seit langem. Vor der Saison 2014/15 wäre es fast zu einer Verpflichtung als Spieler gekommen. Wir haben dann wegen seiner Verletzungen Abstand genommen. Nun ist eine „win-win“-Situation entstanden, denn beide Seiten profitieren davon.“

Was Kallnik meint: Franz kann im Rahmen seines Sport-Management-Studiums den nächsten Schritt machen, der Verein wiederum von seinem Ehrgeiz und seinen Kontakten profitieren. „Wir wollen unsere Kern-Kompetenz Sport weiter professionalisieren. Maik soll im ersten Schritt ein Scoutingsystem aufbauen. Später können wir uns vorstellen, dass er einmal die Rolle eines sportlichen Leiters übernimmt“, konkretisierte Kallnik.

Volksstimme vom 02.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
Vom 60-Tore-Talent zum Torwart

FCM-Keeper Matthias Tischer begann als Feldspieler beim MSV 90

Der 6. Teil unserer Volksstimme-Serie „Mein erster Verein“ führt diesmal zum einzigen und letzten Ur-Magdeburger im aktuellen Team des Drittligisten – Torhüter Matthias Tischer. Sein Fußball-abc erlernte der heute 30-Jährige beim Magdeburger SV 90.

Magdeburg l Los ging‘s 1994. Matthias, damals gerade einmal acht Jahre alt, spielte in der E-Jugend des MSV 90 und damit erstmals in einem Verein. Aber nicht etwa als Torwart. „Ich war offensiver Mittelfeldspieler und habe in der darauffolgenden Saison mehr als 60 Tore geschossen“, blickt Tischer zurück, der es von der Schule zum Fußball nicht weit hatte. Der Platz an der Bodestraße lag direkt daneben. Dennoch hielt sich der Erfolg in Grenzen: „Meister sind wir jedenfalls nicht geworden“, so der heutige Drittliga-Profi, der seit 2012 auch bei einer Immobilien-Firma arbeitet, ein Fernstudium gemacht hat und kurz vorm Abschluss als Immobilien-Kaufmann steht.

Sein Cheftrainer war seinerzeit der inzwischen verstorbene Heinz Brauer, der so manchen Magdeburger Kicker unter seinen Fittichen hatte (siehe auch unten stehenden Beitrag).

„Sein Markenzeichen war der Stoffbeutel, den er stets bei sich trug und wo seine Aufzeichnungen drin waren“, erzählt Tischer und schiebt dann lachend hinterher: „Zu der Sorte Laptop-Trainer gehörte er also nicht …“

Auf alle Fälle aber machte Matthias Tischer mit seinen 60 MSV-90-Toren den „großen Nachbarn“ 1. FC Magdeburg aufmerksam. Und so ging es dann nach nur zwei Spielzeiten 1996 zum Club. Allerdings immer noch nicht als Keeper. Das passierte eher aus der Not heraus.

„Bei einem Testspiel beim MSV Börde, bei dem es um die Aufnahmeprüfung fürs Sportgymnasium ging, fehlte ein Torwart. Mir wurde gesagt, dass ich das in der ersten Halbzeit machen soll und in der zweiten dann draußen spielen kann“, blickt „Tischi“ zurück und weiß eines noch ganz genau: „An das Ergebnis kann ich nicht mehr erinnern, wohl aber daran, dass ich meine Sache ganz gut gemacht und kein Gegentor kassiert habe.“

Dieses Spiel war sozusagen der Durchbruch. Ihm kam dabei zugute, dass er vorher schon in seiner Freizeit mit Cousin Christian und Bruder Florian gekickt hatte und da meistens in den Kasten geschickt wurde: „Sie waren beide älter. Ich als Jüngster hatte da kein Anrecht.“

Bis heute ist er dem FCM treu geblieben, hat in all der Zeit viele Höhen und Tiefen miterlebt.

Enger Kontakt zu ehemaligen Jugendspielern vom MSV 90 besteht indes nicht mehr: „Wenn man sich irgendwo sieht, sagt man ,hallo‘, das war‘s aber auch. Spontan fällt mir Sascha Günther ein, der im Management von Lok Leipzig gearbeitet hat (Geschäftsführer der Spielbetriebs mbH/d. Red.)“, so Tischer, der sich aber nach wie vor für die Ergebnisse seines ersten Clubs am Wochenende interessiert.

Volksstimme vom 02.01.2016
Autor: Uwe Tiedemann
55 Jahre lang Trainer

Heinz Brauer bekannt wie ein „bunter Hund“

Magdeburg (ut) l Im Leben von Heinz Brauer drehte sich (fast) alles ums runde Leder. Besondere Bedeutung erlangte der gebürtige Danziger als Magdeburger Jugendtrainer, Förderer und Entdecker von später bekannten Fußballspielern.

Zu den Namhaftesten gehörten Dirk Heyne, Detlef Schößler, Axel Tyll, Rainer Wiedemann, Frank Cebulla, Mark Mewes und eben Matthias Tischer.

Seit seinem 5. Lebensjahr spielte Brauer, der 2004 mit 83 verstarb, Fußball. 1939 wurde er sogar einmal vom legendä-ren Sepp Herberger gecoacht. 1946 begann Brauer als Trainer – und blieb es insgesamt 55 (!) Jahre. 1961 holte er mit der Jugendauswahl des Bezirkes Magdeburg Silber bei der Spartakiade. Seine beiden Hauptvereine waren Stahl Magdeburg/Motor Mitte/MSV 90/Preussen und SC Aufbau/FCM.

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