Das Erreichen des Viertelfinales in der Saison 2000/2001 war der größte DFB-Cup-Erfolg des 1. FC Magdeburg überhaupt. Wir lassen dieses besondere Erlebnis noch einmal Revue passieren und erzählen, gegen welche Teams sich die Magdeburger durchgesetzt haben.

Magdeburg schmiss Bayern beim Elfmeterschießen hinaus

Eine bravuröse Leistung hatte der 1. FC Magdeburg bereits in der ersten Runde gegen den 1. FC Köln hingelegt. Armando Zani lochte bereits in der dritten Minute beim Elfmeter ein. Scherz glich zwar nach acht Minuten wieder aus, aber Hannemann sorgte zwei Minuten später schon wieder für die Führung der Magdeburger. Der gebürtige Kroate Vlado Papic traf sogar gleich zweimal und Hoffnungsträger Ofodile machte das Wunder in der 86. Minute perfekt. Mit einem Endstand von 5:2 kickte sich das Team aus Sachsen-Anhalt in die zweite Runde und schaltete damit nicht den einzigen Bundesligisten aus. 

Ausgerechnet Bayern München in der nächsten Runde! Damit trafen die Magdeburger auf einen nahezu unbezwingbaren Gegner. Durch konsequentes und mutiges Spiel gelang ihnen trotzdem durch Ofodile die Führung. Laut Kicker schwächelte der hoch favorisierte FC Bayern, enttäuschte in der Offensive und zeigte Mängel in der Defensive. In der 79. Minute gelang ihnen aber dank Salihamidzic der Ausgleichstreffer. Der Fußball-Krimi verlängerte sich bis hin zum Elfmeterschießen. Auch hier zeigten sich die Magdeburger als deutlich versierter und erzielten letztendlich zwei Tore mehr. Seitdem haben die Bayern den DFB-Pokal stolze neunmal mit nach Hause nehmen können. Auch in diesem Jahr ist noch alles für die Münchner offen. Mit einer Wettquote von 2,20 (Stand 24.01.) auf Seiten von Buchmachern wie ComeOn haben sie gute Chancen, wieder den Sieg davonzutragen. Aber zurück zur Erfolgssaison der Magdeburger.

Solides Spiel gegen Schalke 04

In der dritten Runde hat sich der 1. FC Magdeburg gegen den Karlsruher FC durchgesetzt und wie schon in den vorigen Spielen fielen auch hier viele Tore. Maslej lochte insgesamt zweimal ein, Hannemann, Scholze und Mydlo gaben ab der 90. Minuten alles und erzielten drei weitere Tore. Die Karlsruher zeigten sich stark, konnten aber ab der 78. Minute nicht mehr viel reißen. Für die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt hieß es damit also: auf ins Viertelfinale. In der Runde der letzten Acht mussten sie gegen den damals zweimaligen Pokalsieger Schalke 04 ran. Wie der Spiegel berichtet, jubelte Trainer Eberhard Vogel damals: „Sportlich ist Schalke das schwierigste Los, aber finanziell und vom Image her eine Riesensache für unseren Verein.“ Und Schalke-Manager Rudi Assauer warnte: „Wir müssen nur höllisch aufpassen. Die haben ja zwei Bundesligisten rausgehauen.“ Der Traum vom DFB-Pokal platzte dann leider schon in der ersten Halbzeit. Jörg Böhme lochte in der 34. Minute ein. Die Magdeburger konnten nicht mehr gleichziehen, mussten aber auch kein weiteres Tor einstecken. Die Partie endete also mit einem soliden 0:1. Die Jungs vom 1. FC Magdeburg gingen danach definitiv nicht als Verlierer nach Hause und haben durch ihr dynamisches und freches Spiel für einige unvergessene Momente gesorgt. 

Leider haben es die Magdeburger nach der Saison 2000/2001 nicht mehr über die zweite Runde hinweg geschafft, mit dem Erfolg von vor 19 Jahren aber durchaus bewiesen, dass sie in der Lage sind, es selbst mit großen Bundesligisten aufzunehmen. 

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