Der Umbau der MDCC-Arena, Heimspielstätte des Drittligisten 1. FC Magdeburg, soll 10,7 Millionen Euro kosten.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Das gab die Stadt gestern bei einer Pressekonferenz bekannt. Der Stadtrat stimmt am 5. April ab.

Ursprünglich waren 6 Millionen Euro für den Umbau der Nordtribüne (Block U der FCM-Ultras) sowie der Südtribüne (Gästebereich) geplant. „Das war aber nur für die Maßnahmen im Heim- und Gästebereich“, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper. „Die jetzigen Maßnahmen gehen weit darüber hinaus. Wir kommen dem Wunsch der Fans nach einer Stehplatztribüne nach und stellen zudem auch die Zweitliga-Tauglichkeit her.“ Die Entwurfsplanung beinhaltet 13 Baumaßnahmen.

Statikprobleme 2016 festgestellt

Aufgrund von statischen Bedenken, die im November 2016 bei rhythmischem Hüpfen festgestellt wurden, müssen die Nord- und Südtribüne hüpfsicher gemacht werden. Im Juni 2017 bekam die sogenannte große Variante den Zuschlag. Das bedeutet, dass Block U von einem Sitzplatz- in einen Stehplatzbereich umgebaut wird. Der Stehplatz-Heimbereich umfasst danach die Blöcke 1 bis 7, die Blöcke 3 bis 7 werden in zwei Bauabschnitten ab Frühjahr 2019 bis Ende 2019, Anfang 2020 umgewandelt. Die Gesamtkapazität der MDCC-Arena wird erhöht und soll nach dem Umbau 30.098 Plätze, 15.209 Sitz- und 14.812 Stehplätze plus 77 Presseplätze, betragen. Die Sektoren werden dann aus Sicherheitsgründen getrennt. „Diese Trennungen sollen aber nur etwa 1,10 Meter hoch sein, genauso hoch wie die quer verlaufenden Wellenbrecher“, sagte Steffen Schüller, Geschäftsführer des Stadionbetreibers MVGM. Außerdem wird es auch Blocktrennungen geben. „Das alles dient der Sicherheit“, betonte Trümper.

Bereits zur neuen Saison soll der Gästebereich auf der Südtribüne hüpfsicher gemacht werden. Die Maßnahmen für den betroffenen Block 15 wurden bereits beauftragt und vergeben.

Maßnahmen für Lizenzanforderung

Im Zuge der Lizenzanforderungen der Deutschen Fußball Liga (DFL), die maßgeblich für den Fall eines FCM-Aufstiegs sind, sind die von Trümper angesprochenen weiteren Maßnahmen erforderlich. So wird unter anderem der Pressebereich auf 77 Plätze sowie die Parkplatzkapazität (411 zusätzliche Pkw-Stellplätze am Gübser Weg) erhöht. Außerdem soll die Anzahl der WC-Anlagen mehr als verdoppelt werden. Ein zweiter Außenzaun wird hinter der Nordtribüne angebracht, zudem wird es einen Trennzaun zum Gästebereich geben.

Ob der Zeitplan und der Kostenplan eingehalten werden können, hängt laut Trümper davon ab, wie schnell mit den Bauphasen begonnen werden kann und wie schnell diese jeweils abgeschlossen werden. „Die Ausschreibungsergebnisse werden zeigen, ob die 10,7 Millionen Euro reichen“, sagte der Oberbürgermeister. „Wir haben jetzt eine Berechnung. Ich gehe davon aus, dass in einem vernünftigen Rahmen geplant wurde.“

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