Der historische Aufstieg der Fußballer des 1. FC Magdeburg in die dritte Liga hat am Montag noch einmal die Massen mobilisiert. Knapp 10 000 Fans feierten das Team auf dem Alten Markt.

Von Klaus Renner und Uwe Tiedemann

Magdeburg l Der Feier-Marathon fand gestern seine Fortsetzung, nachdem der Tross im Anschluss an den 3:1-Relegations-Triumph bei Kickers Offenbach in der Nacht zu Montag zunächst beim Public Viewing auf dem Vorplatz der MDCC-Arena und dann in der Szenekneipe „Liebig“ Station gemacht hatte. Doch damit nicht genug: Heute wollen 20 Spieler in Hamburg in den Flieger nach Mallorca steigen und bis Donnerstag am Ballermann die Partymeile an der Schinkenstraße unsicher machen.

Gestern wurde der Aufsteiger nach einer Tour im roten Doppeldeckerbus unter frenetischem Jubel, passender Musik („We Are The Champions“, „An Tagen wie diesen“, „Nie mehr 4. Liga“ oder der Club-Hymne „Wir sind vom FCM“) und einem zünftigen Fan-Feuerwerk von Oberbürgermeister Lutz Trümper im Rathaus empfangen, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. „Diese Mannschaft zeichnete ein großes Stück Coolness aus. Etwas, was sonst oft gefehlt hat“, sagte Trümper und fügte schmunzelnd hinzu: „Wir haben vormittags extra noch einmal die Schrift in blau verändert.“ Der OB erinnerte daran, dass sich der FCM letztmals 2001 ins Goldene Buch eingetragen hat. Das war zum Aufstieg in die Regionalliga.

Die 23 Spieler genossen das Bad in der Menge und stimmten selber Schunkellieder an. „Wir haben Geschichte geschrieben. Darauf können wir zu Recht stolz sein“, sagte Kapitän Marius Sowislo. Torjäger Christian Beck ergänzte mit heiserer Stimme: „Was wir erreicht haben, hat die Stadt und die ganze Region begeistert.“ Und Matthias Tischer, der sich vom mitgebrachten Pokal des NOFV für die Staffel-Meisterschaft in der Regionalliga Nordost partout nicht trennen wollte, betonte: „Wir haben alles, was ein Aufsteiger braucht.“

Nach dem Empfang im Rathaus fuhren die FCM-Kicker via Straßenbahn zum Hasselbachplatz, wo Spieler, Offizielle und Helfer in der Szenekneipe M 2 sich „noch einmal zusammensetzen, das Erreichte Revue passieren lassen und ein Bierchen trinken“ wollten, wie Routinier Lars Fuchs anmerkte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.