Nach nur einem Punkt in den ersten zwei Spielen im Jahr 2018 muss sich der Drittligist 1. FC Magdeburg mit Kritik auseinandersetzen.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik ist mit der bisherigen Bilanz im neuen Jahr alles andere als zufrieden, setzt aber auf die Qualitäten der Mannschaft.

Nach dem 0:0 gegen Meppen hat Kallnik eine klare Meinung. „Natürlich sind wir mit nur einem Punkt aus zwei Spielen nicht zufrieden“, betont er. „Gegen Meppen hatten die Spieler aber schon eine ganz andere Körpersprache als bei der Niederlage in Erfurt, als wir den Sieg verschenkt haben.“

Schwierige Situationen überstanden

Der Club hatte in dieser Saison bereits einige Phasen, in denen sich die Mannschaft aus schwierigen Situationen befreit hat. Das war nach dem 1:4 in Großaspach zum Saisonauftakt so, als der FCM danach sechs Ligaspiele in Folge gewann, und auch nach der Woche rund um das Pokalspiel gegen Dortmund (0:5), als der Verein zu Hause gegen Unterhaching (0:3) und in Karlsruhe ohne Tor und Punkt blieb.

Die Frage ist deshalb, wie die Mannschaft diesmal auf den durchwachsenen Start nach der Winterpause reagiert. „Wir haben in der Pause immer gesagt, dass wir zwar zehn Punkte Vorsprung haben, vor uns aber noch ein ganz schwerer Weg liegt“, sagt Kallnik. „Das bewahrheitet sich gerade. Momentan fehlt die Leichtigkeit, was aber nach der schwachen Erfurt-Partie auch kein Wunder war.“

Ersatzspieler haben sich empfohlen

Dass es gerade spielerisch noch Luft nach oben gibt, ist auch dem Geschäftsführer bewusst. Personell soll es aber bis zum Ende der Transferphase am Mittwoch wohl keine Nachbesserungen geben. „Wir haben einen breiten Kader mit vielen verschiedenen Spielertypen. Im Test bei Wolfsburg II haben die, die zuletzt kaum oder gar nicht gespielt haben, gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Felix Lohkemper, Florian Pick und Tobias Schwede haben sich für die Offensive empfohlen. Das wird auch der Trainer so registriert haben“, so Kallnik. „Das Team hat Vertrauen verdient, weil es in dieser Saison bisher über weite Strecken gute Leistungen gezeigt hat.“

Geht Ludwig bis Mittwoch?

Ein Kandidat für einen Abgang bleibt aber weiterhin Andreas Ludwig. „Momentan liegt für ihn kein Angebot vor, sollte es bis Mittwoch eins geben, werden wir ihm keine Steine in den Weg legen. Das ist klar mit ihm und seinem Berater so abgesprochen“, stellt er klar.

Ernüchterung ist beim Club unterdessen deshalb eingetreten, weil die Konkurrenz um Paderborn, Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock und den Karlsruher SC keine Punkte liegenlässt und der Vorsprung so schnell von zehn auf fünf Punkte geschrumpft ist. „Trotzdem haben wir immer noch eine richtig gute Ausgangsposition, das ist Fakt und das dürfen wir nicht vergessen. Wir müssen jetzt aber in den kommenden Wochen mehr als zuletzt punkten, um diese nicht aus der Hand zu geben“, so Kallnik. Ein Anfang soll am Sonnabend in Würzburg gemacht werden.

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