Drittligist 1. FC Magdeburg will mit einem Heimsieg gegen den VfR Aalen seine stolze Serie ausbauen.

Magdeburg l Für das letzte Heimspiel des Jahres sind zwar erst 11 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt worden und wegen des erneuten Zuschauer-Teilausschlusses die Blöcke 3 bis 6 gesperrt, doch das tut der Stimmung beim Club keinen Abbruch. „Auch wenn wir derzeit prima dastehen, wollen wir uns nicht etwa ausruhen, sondern wie zuletzt gut gegen den Ball arbeiten und weitere drei Punkte einfahren“, sagte Mittelfeldakteur Sebastian Ernst, der sich auf dem richtigen Weg zu alter Stärke befindet: „Ich habe derzeit viel Spaß und richtig Bock zu spielen.“

Ernst fürchtet gestiegene Konkurrenz nicht

Das war nicht immer so. Der 21-Jährige kommt nach einer längeren verletzungsbedingten Leidenszeit bislang nur auf acht Einsätze (384 Minuten). Zuletzt war der Ex-Hannoveraner aber dreimal in Folge dabei und fürchtet nun auch die deutlich größer gewordene Konkurrenz nicht: „Davor habe ich keine Angst und mache mir auch keine Gedanken.“ Immerhin kehren mit Christian Beck (Rotsperre abgelaufen), Kapitän Marius Sowislo (fehlte in Frankfurt wegen Gelb-Roter Karte gegen Halle) und Jan Löhmannsröben (fünfte Gelbe Karte) drei echte Leistungsträger ins Team zurück. Trainer Jens Härtel hat somit die Qual der Wahl, legte sich aber zumindest in Bezug auf seinen Toptorjäger weitgehend fest: „Er ist für uns ein enorm wichtiger Akteur. Im Normalfall wird er spielen.“ Damit droht dem Siegschützen von Frankfurt, Julius Düker, wieder die Bank.

Härtel zum harten Konkurrenzkampf: „Man merkt es im Training. Diejenigen, die zuletzt auf dem Rasen standen, wollen ihren Platz verteidigen. Und diejenigen, die zurückkommen, brennen natürlich darauf, wieder ins Team zu stoßen.“ Und weiter: „Auf jeden Fall muss ich im Moment niemanden kitzeln. Jeder Spieler ist so intelligent, dass er weiß, was passiert, wenn er sich hängenlässt.“
Problematische Platzverhältnisse

Als problematisch bezeichnete der Fußball-Lehrer wegen der Minusgrade allerdings die Bedingungen auf den Nebenplätzen der MDCC-Arena: „Wir mussten zuletzt ein bisschen improvisieren, konnten am Montag nur laufen und haben am Mittwoch auf Kunstrasen trainiert.“

Den kommenden Gegner bezeichnete Härtel „als die am meisten unterschätzte Mannschaft der Liga“ und warnte: „Aalen verfügt über ein ex- trem gutes Umschaltspiel und hätte zuletzt beim 2:2 in Duisburg, immerhin der Spitzenreiter der Liga, eigentlich gewinnen müssen.“ Dennoch ist die Marschroute für den 47-Jährigen klar: „Wir wollen Aalen schlagen und damit oben dranbleiben.“

Das Spiel am Sonnabend beginnt um 14 Uhr in der MDCC-Arena.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere